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Zielgruppe

Stand

Beim Spritzgießer wartet die Maschine nicht auf Material, sondern der Kunde auf den Richtpreis.

Ein Spritzgießer mit 280 Mitarbeitern, 45 Maschinen, eigenem Werkzeugbau und 2.400 aktiven Artikeln für Automobil, Medizintechnik und Hausgeräte: proALPHA als ERP, Hydra als MES, Arburg-Leitrechner an den Maschinen, Babtec für die Qualität und Moldflow in der Konstruktion. Dreimal am Tag kommt die Mail mit STEP-Datei und dem Satz "bitte bis morgen ein Richtpreis". Ein Projektleiter öffnet die Datei, schätzt Gewicht, Wandstärke, Anzahl der Kavitäten und Werkzeugkosten, sucht ein ähnliches Teil von vor drei Jahren und tippt alles in die Kalkulation. Gleichzeitig sucht die Qualitätssicherung für eine Lieferung an einen Lebensmittelgerätehersteller das Materialzertifikat der Granulatcharge und die Konformitätserklärung, die auf einem alten Rohstoff beruht. KI für Kunststoffverarbeiter fängt deshalb bei der Anfrage und der Rohstoffcharge an: lesen, vergleichen, zuordnen, und dem Projektleiter einen Vorschlag statt eines leeren Blatts vorlegen.

Anfrage

Welcher Ablauf kostet Sie bei Kunststoffverarbeitern und Spritzgießern am meisten Zeit?

Beschreiben Sie ihn in drei Sätzen. Wir melden uns am nächsten Werktag mit einer ersten Einschätzung, ob sich KI dort lohnt, und mit einem Terminvorschlag für ein Gespräch von 30 Minuten.

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Kunststoffverarbeitern und Spritzgießern lohnen

Spritzen, Werkzeugbau und Prüfen sind Ihr Handwerk. Die Zeit geht in das Davor und Danach: Anfragen schätzen, Nachweise suchen, Berichte zusammensetzen. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Anfragen mit 3D-Daten vorprüfen und Richtpreis vorbereiten

    Vertriebspostfach, CAD-Viewer, proALPHA, APplus, Moldflow

    Von 900 Anfragen im Jahr kommt die Mehrheit mit STEP-Datei, PDF-Zeichnung und einer Stückzahl im Betreff. Der Ablauf liest Geometrie und Zeichnung, ermittelt Volumen, Gewicht je Material, Hüllmaße, Wandstärkenbereich und Hinterschnitte, schlägt Material nach der Anforderungsliste vor, sucht die fünf ähnlichsten Teile aus der Artikelhistorie mit deren Werkzeugkosten, Zykluszeit und Ausschuss und legt dem Projektleiter eine Kalkulationsvorlage mit Vergleichsteilen vor. Was außerhalb Ihrer Maschinengrößen oder Toleranzklassen liegt, markiert er. Den Richtpreis setzt der Projektleiter.

  • Materialzertifikate und Sicherheitsdatenblätter den Chargen zuordnen

    Lieferantenportale, Exchange, proALPHA, Babtec, DMS

    Zu jeder Granulatlieferung gehören Chargenzertifikat und gültiges Sicherheitsdatenblatt, bei 120 Rohstoffen und 1.500 Wareneingängen im Jahr landen sie als PDF im Postfach, im Lieferantenportal oder im Karton. Der Ablauf liest jedes Dokument, erkennt Material, Charge, Lieferant und Prüfwerte, ordnet es dem Wareneingang im ERP zu, vergleicht die Werte mit der Materialspezifikation und meldet fehlende Zertifikate, abgelaufene Datenblätter und Abweichungen. Die Qualitätssicherung prüft nur die Meldungen; die Rückverfolgung von Artikelcharge zu Rohstoffcharge steht, bevor der Kunde fragt.

  • Konformitätserklärungen je Artikel aus den Rohstoffdaten ableiten

    Rohstoffdokumente, proALPHA, DMS, Kundenportale

    Für 600 Artikel mit Lebensmittelkontakt oder REACH-Anfrage braucht der Kunde eine Konformitätserklärung je Artikel, die auf den Erklärungen der Rohstofflieferanten, Farbbatches und Additive beruht. Ändert ein Lieferant seine Erklärung, sind Dutzende Artikel betroffen. Der Ablauf verknüpft Artikel, Rezeptur und die aktuellen Lieferantenerklärungen, prüft, ob alle Bestandteile gedeckt sind, erzeugt die Erklärung aus Ihrer Vorlage und markiert jede Position, bei der eine Lieferantenerklärung fehlt, veraltet ist oder Einschränkungen nennt. Freigegeben und unterschrieben wird von Ihrer Fachkraft.

  • Reklamationen mit Prozessdaten zusammenführen und 8D-Reports vorbereiten

    Babtec, CAQ.Net, Hydra, Arburg ALS, Kundenportale

    Eine Reklamation vom Automobilkunden kommt über dessen Portal mit Fotos, Teilenummer, Produktionsdatum und einer Frist von 24 Stunden für die Sofortmaßnahmen. Der Ablauf ordnet das Teil der Maschine, dem Werkzeug, der Schicht und der Granulatcharge zu, holt Prozessdaten aus dem MES und dem Leitrechner, etwa Werkzeugtemperatur, Nachdruck und Zykluszeit um den Produktionszeitpunkt, sucht frühere Reklamationen mit demselben Fehlerbild und füllt die Schritte D1 bis D4 des 8D-Reports vor. Ursachen und Maßnahmen schreibt die Qualitätssicherung, der Ablauf legt ihr die Fakten geordnet vor.

  • Schichtberichte und Störgründe auswerten und Werkzeugwartung melden

    Hydra, Arburg ALS, Werkzeugverwaltung, proALPHA

    45 Maschinen melden je Schicht Stillstände, Störgründe, Ausschuss und Schusszahlen, und die Einrichter schreiben Freitext dazu: "Angussreste", "Kern klemmt", "Kühlung undicht". Der Ablauf liest Zahlen und Freitexte, ordnet Störungen Werkzeug und Maschine zu, erkennt Häufungen wie denselben Fehler an einem Werkzeug in drei Schichten und schlägt dem Werkzeugbau Wartungsaufträge mit Begründung vor. Die Auswertung läuft je Werkzeug und Maschine, nicht je Person. Der Werkzeugbau entscheidet, was in den Plan geht.

Systeme

Typische Systeme bei Kunststoffverarbeitern und Spritzgießern

ERP, MES und Maschinenleitrechner kennen Auftrag, Schicht und Zyklus; CAQ und DMS tragen die Nachweise. Zeichnungen und Zertifikate kommen als PDF dazwischen.

Systemvernetzung im Detail

  • ERPproALPHA, abas, SAP Business One, APplus
  • Fertigung und MaschinenHydra, Arburg ALS, Maschinenleitrechner mit Schnittstelle, Betriebsdatenerfassung
  • QualitätBabtec, CAQ.Net, Messmaschinen-Exporte, Kundenportale für Reklamationen
  • Konstruktion und SimulationMoldflow, Cadmould, CAD-Viewer, STEP- und PDF-Zeichnungen
  • Dokumente und KommunikationDMS, Microsoft 365, Exchange, Lieferantenportale

Einwände

Was bei Kunststoffverarbeitern und Spritzgießern besonders zählt

Die Einwände, die bei Kunststoffverarbeitern zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Konformitätserklärungen für Lebensmittelkontakt und REACH müssen belastbar sein. Belastbar heißt: lückenlos auf Lieferantenerklärungen gestützt. Der Ablauf erklärt nichts, was er nicht belegen kann; jede Position in der Erklärung verweist auf das Dokument des Lieferanten mit Datum, und fehlende oder veraltete Erklärungen werden gemeldet statt überbrückt. Unterschrieben wird von Ihrer Fachkraft, und das Protokoll zeigt, auf welchen Unterlagen die Erklärung stand.
  • Ein falscher Richtpreis für ein Werkzeug kostet richtig Geld. Deshalb setzt der Ablauf keinen Preis, sondern legt Vergleichsteile mit deren tatsächlichen Werkzeugkosten und Zykluszeiten vor und markiert, wo die neue Geometrie davon abweicht. Der Projektleiter sieht die Grundlage und entscheidet. Ein Richtpreis mit fünf Vergleichsteilen ist sicherer als einer aus dem Gedächtnis um 17 Uhr.
  • Werkzeugdaten und Kundenzeichnungen sind Konstruktionsgeheimnisse. Zeichnungen und Werkzeugdaten verlassen Ihr Haus nicht. Abläufe, die Geometrien lesen, laufen mit Modellen auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und keine Ihrer Daten und keine Ihrer Kunden trainieren ein fremdes Modell. Der Datenfluss je Ablauf ist vor dem Bau schriftlich festgehalten und von Ihnen freigegeben.
  • Die Lieferkettengesetz-Fragebögen der Großkunden binden Kapazität. Dafür gibt es einen eigenen Ablauf: Er liest den Fragebogen, ordnet jede Frage den bereits beantworteten Fragen und Belegen zu, füllt vor, was belegt ist, und listet, was neu ist. Die Fachabteilung bearbeitet die Lücken statt des ganzen Bogens, und beim nächsten Kunden ist die Liste wieder kürzer.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Technische Daten aus Herstellerdokumenten in Menge zu lesen, zu prüfen und einem Artikelbestand zuzuordnen kennen wir aus dem Ersatzteilhandel: Für einen unabhängigen Händler für Industrie-Ersatzteile mit rund 50 Mitarbeitern verarbeitet ein Ablauf Millionen Teile von 2.226 Herstellern in Salesforce, recherchiert Herstellertexte mit Faktenanker, läuft durch elf Qualitätsprüfungen und rollt bei Fehlern bitgleich zurück, zehn Hersteller je Woche, mit Wochenbericht und Stoppschalter. Zertifikate und Lieferantenerklärungen Artikeln und Chargen zuzuordnen ist derselbe Mechanismus mit anderen Feldern.

Was dort schiefging: Die ersten Texte nannten veraltete Konzernzugehörigkeiten, seither kommt eine Angabe nur mit Datum und Quelle in den Bestand. Und eine Prüfung auf Umlaute fehlte in der ersten Woche. Für einen Spritzgießer heißt das: Jede Lieferantenerklärung trägt Ausstellungsdatum und Gültigkeit, eine Konformitätserklärung ohne lückenlose Kette wird nicht erzeugt, sondern gemeldet, und die Prüfschritte werden in der ersten Woche gegen die Nachweise geprüft, die Ihre Qualitätssicherung von Hand zusammengestellt hat.

Fallstudie: Produktdaten in Millionenmenge

Preise

Preise für Kunststoffverarbeiter und Spritzgießer

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Anfragen mit 3D-Daten vorprüfen und Richtpreis vorbereiten" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Kunststoffverarbeitern und Spritzgießern

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Kundenzeichnungen und Prozessdaten durch ein KI-Modell laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft. Kundenzeichnungen, Werkzeugdaten und Prozessparameter gehören zu dem, was Ihr Geschäft ausmacht, deshalb bauen wir Abläufe mit solchen Daten mit Modellen auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag. Keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Die drei Betriebsarten und wer was sieht, stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das Moldflow, Cadmould oder die Kalkulation im ERP?

Nein. Die Füllsimulation bleibt in der Konstruktion, die Kalkulation im ERP. Der Ablauf arbeitet davor: Er liest die Anfrage, zieht Kennzahlen aus der Geometrie, sucht Vergleichsteile und füllt die Kalkulationsvorlage vor, die dann im ERP weiterläuft. Für eine verbindliche Zykluszeit braucht es weiterhin die Simulation und den Werkzeugbauer. Wo eine Funktion in Ihrem System reicht, sagen wir das in der Analyse.

Wie viel Zeit bindet das intern?

Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit heute machen: ein Projektleiter aus dem Vertrieb, jemand aus der Qualitätssicherung, jemand aus der IT für die Zugänge. Im Umbau braucht es einen Ansprechpartner, der Regeln bestätigt, etwa welche Abweichung an einer Geometrie als kritisch gilt. Die ersten zwei Wochen prüft der Projektleiter jeden Vorschlag, danach nur noch die markierten.

Lohnt sich das für einen Betrieb mit 40 Mitarbeitern und zehn Maschinen?

Es kommt auf die Anfragen und Artikel an, nicht nur auf die Mitarbeiter. Ein Lohnfertiger mit 40 Leuten und 800 Anfragen im Jahr hat mehr zu gewinnen als ein Betrieb mit 100 Leuten und zehn Rahmenverträgen. Unter etwa 50 Mitarbeitern und wenigen Anfragen rechnet sich ein Umbau zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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