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Zielgruppe

Stand

Beim Luftfahrtzulieferer dauert das Fräsen Stunden und das Zusammensuchen der Nachweise Tage.

Ein Zulieferer für Strukturteile und Kabinenkomponenten mit 420 Mitarbeitern, zertifiziert nach EN 9100, mit 3.000 aktiven Teilenummern für drei Flugzeughersteller und deren Systemlieferanten: SAP S/4HANA, Siemens Teamcenter für die Konstruktionsdaten, Babtec für die Prüfung, SupplyOn AirSupply für die Abrufe, DocuWare für den Rest. Zu einer Lieferung von 40 Teilen gehören 80 Seiten Nachweise: Werkstoffzeugnisse des Halbzeuglieferanten, Prozesszertifikate der Wärmebehandlung und Oberflächenbeschichtung, Prüfprotokolle, Konformitätsbescheinigung. Eine Mitarbeiterin der Qualitätssicherung sucht sie aus Ordnern, Mails und drei Systemen zusammen, prüft, ob jede Charge zur Teilenummer passt, und hofft, dass der Beschichter sein Zertifikat diesmal mit der richtigen Spezifikationsrevision geschickt hat. KI für Luftfahrtzulieferer beginnt deshalb bei dieser Mappe: Nachweise zuordnen, auf Vollständigkeit prüfen, Lücken melden, bevor die Lieferung am Tor steht.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Luft- und Raumfahrtzulieferern lohnen

Fertigen und Prüfen beherrschen Sie, und jedes Teil muss sein Leben lang nachweisbar bleiben. Das Zusammentragen der Nachweise ist Handarbeit in Menge. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Werkstoff- und Prozesszertifikate je Lieferung zusammenführen und prüfen

    DocuWare, SAP S/4HANA, Babtec, Lieferantenpostfach

    Bei 2.500 Lieferungen im Jahr braucht jede ein vollständiges Zertifikatspaket: Werkstoffzeugnis 3.1 des Halbzeugs, Zertifikate der Sonderprozesse wie Wärmebehandlung, Eloxieren oder Rissprüfung, eigene Prüfprotokolle, Konformitätsbescheinigung. Der Ablauf ordnet jedes eingehende Zertifikat Charge, Fertigungsauftrag und Teilenummer zu, prüft gegen die Stückliste und den Prüfplan, ob alle geforderten Nachweise vorliegen, ob Spezifikation und Revision stimmen und ob der Lieferant für den Prozess zugelassen ist. Fehlendes oder Abweichendes meldet er mit Fundort. Die Qualitätssicherung prüft die Meldungen und gibt das Paket frei.

  • Erstmusterprüfberichte nach AS9102 vorbereiten

    Messmaschinen-Exporte, Babtec, Siemens Teamcenter, CATIA-Zeichnungen

    Für 120 Erstmuster im Jahr entsteht je ein Bericht nach AS9102 mit drei Formularen: Teileangaben, Materialien und Sonderprozesse, Merkmalsliste mit jedem bemaßten Merkmal der Zeichnung und dem Messwert dazu. Der Ablauf liest die Zeichnung, nummeriert die Merkmale, ordnet die Messwerte aus Messmaschine und Prüfprotokoll zu, holt Material- und Prozesszertifikate aus dem Paket der Lieferung und füllt die Formulare vor. Merkmale ohne Messwert, Werte außerhalb der Toleranz und Zeichnungsrevisionen, die nicht zum Auftrag passen, markiert er. Der Qualitätsprüfer prüft, ergänzt und unterschreibt.

  • Lieferabrufe aus Kundenportalen einlesen und mit Kapazität abgleichen

    SupplyOn AirSupply, Kundenportale, SAP S/4HANA, Infor LN

    Drei Kunden, drei Portale, täglich geänderte Abrufe für 3.000 Teilenummern: neue Mengen, verschobene Termine, geänderte Revisionen, Stornierungen. Die Arbeitsvorbereitung lädt Listen herunter und vergleicht sie mit dem Stand im ERP. Der Ablauf liest die Abrufe aus den Portalen, vergleicht sie mit den Aufträgen im ERP, benennt Änderungen je Teil und Termin, prüft gegen Materialbestand und freie Kapazität der Engpassmaschinen und legt der Arbeitsvorbereitung eine Liste vor: unkritische Änderungen zur Übernahme, kritische mit Begründung. Was ins ERP geschrieben wird, entscheidet die Arbeitsvorbereitung.

  • Kundenanforderungen aus Verträgen auslesen und mit den eigenen Verfahren abgleichen

    Kundenverträge als PDF, IBM DOORS, Jama Connect, DMS

    Jeder Rahmenvertrag und jede Bestellung verweist auf Dutzende Kundenspezifikationen, Normen und Qualitätsvereinbarungen, in Revisionen, die sich ändern. Für 40 laufende Verträge heißt das mehrere hundert Anforderungen, die jemand gelesen und den eigenen Verfahrensanweisungen zugeordnet haben muss. Der Ablauf liest Vertrag und referenzierte Dokumente, zerlegt sie in einzelne Anforderungen, ordnet jede einem eigenen Verfahren, einer Arbeitsanweisung oder einem Prüfschritt zu und markiert, was nicht gedeckt ist oder eine neuere Revision hat. Die Qualitätsleitung entscheidet, ob ein Verfahren angepasst oder eine Abweichung mit dem Kunden geklärt wird.

  • Abweichungsanträge und Konzessionen dokumentieren

    Babtec, Kundenportale, SAP S/4HANA, DocuWare

    Wenn ein Teil ein Merkmal außerhalb der Toleranz hat, braucht es einen Abweichungsantrag beim Kunden: Beschreibung, Messwerte, betroffene Seriennummern, Ursache, Vorschlag zur Verwendung, Antwort des Kunden. Bei 300 Fällen im Jahr liegt das in Mails, Portalen und Formularen. Der Ablauf stellt den Antrag aus Prüfbefund, Zeichnungsmerkmal und Chargendaten zusammen, verfolgt Antworten aus dem Kundenportal, ordnet sie dem Fall zu und meldet offene Fristen. Was der Kunde genehmigt hat, steht beim Teil und bei der Seriennummer, nicht nur im Postfach. Die Entscheidung über Verwendung oder Nacharbeit bleibt bei der Qualitätssicherung.

Systeme

Typische Systeme bei Luft- und Raumfahrtzulieferern

ERP und PLM tragen Auftrag und Konstruktion, das CAQ die Prüfung, die Kundenportale die Abrufe. Die Nachweise liegen als PDF in Postfächern und Archiven.

Systemvernetzung im Detail

  • ERPSAP S/4HANA, Infor LN, proALPHA, abas
  • Konstruktion und PLMSiemens Teamcenter, PTC Windchill, CATIA, STEP- und PDF-Zeichnungen
  • AnforderungenIBM DOORS, Jama Connect, Polarion, Kundenspezifikationen als PDF
  • QualitätBabtec, CAQ.Net, Messmaschinen-Exporte, Prüfprotokolle
  • KundenportaleSupplyOn AirSupply, Herstellerportale für Abrufe und Abweichungen
  • Dokumente und KommunikationDocuWare, DMS, Microsoft 365, Exchange

Einwände

Was bei Luft- und Raumfahrtzulieferern besonders zählt

Die Einwände, die bei Luftfahrtzulieferern zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • EN 9100 und die Zulassung verlangen dokumentierte und freigegebene Prozesse. Ein Ablauf ist ein dokumentierter Prozess: Was er liest, nach welchen Regeln er prüft, was er vorschlägt und wer freigibt, steht in der Beschreibung und im Protokoll. Er wird wie jede andere Änderung über Ihr Änderungsverfahren eingeführt, mit Parallelbetrieb und Nachweis, dass er dieselben Pakete liefert wie die Handarbeit. Die Freigabe des Teils bleibt bei den Personen, die heute unterschreiben.
  • Exportkontrolle: ITAR und die EU-Dual-Use-Verordnung gelten auch für Daten. Deshalb ist die Betriebsart hier keine Geschmacksfrage. Für Abläufe mit Zeichnungen und technischen Daten läuft das Modell auf Ihren Servern oder auf Servern in der EU, deren Betreiber und Standort Sie kennen, mit Zugriff nur für berechtigte Personen. Kein Cloud-Modell ohne Ihre Prüfung durch den Exportkontrollbeauftragten, und keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell.
  • Jedes Teil muss über die gesamte Lebensdauer rückverfolgbar sein. Die Rückverfolgung lebt von vollständigen Zuordnungen, und genau die stellt der Ablauf her: Zertifikat zu Charge, Charge zu Auftrag, Auftrag zu Seriennummer, mit Zeitstempel und Quelle. Lücken werden gemeldet, nicht überbrückt. Was heute in Ordnern verteilt liegt, steht danach am Teil.
  • Kundenzeichnungen und Prozessdaten unterliegen strenger Geheimhaltung. Zeichnungen verlassen Ihr Haus nicht. Der Datenfluss je Ablauf ist vor dem Bau schriftlich festgehalten, Zugriffe sind auf Rollen beschränkt und protokolliert, und wir verpflichten uns vertraglich zur Geheimhaltung in der Form, die Ihre Kunden von Ihnen verlangen. Welche Daten das Modell sieht, entscheiden Sie je Ablauf.
  • Die Haftung bei einem Fehler ist hoch. Darum gibt der Ablauf nichts frei. Er bereitet vor, prüft gegen Regeln und meldet, der Qualitätsprüfer entscheidet. Ein Zertifikatspaket, dessen Vollständigkeit ein Ablauf gegen Stückliste und Prüfplan geprüft hat, ist belastbarer als eines, das unter Zeitdruck aus Ordnern zusammengesucht wurde.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Technische Dokumente in Menge zu lesen, einem Teilebestand zuzuordnen und mit harten Prüfschritten zu sichern kennen wir aus dem Ersatzteilhandel: Für einen unabhängigen Händler für Industrie-Ersatzteile mit rund 50 Mitarbeitern verarbeitet ein Ablauf Millionen Teile von 2.226 Herstellern in Salesforce, mit Faktenanker für jede Angabe, elf Qualitätsprüfungen, bitgleichem Rollback bei Fehlern und einem Rollout von zehn Herstellern je Woche unter Wochenbericht und Stoppschalter. Zertifikate zu Chargen und Teilenummern zuzuordnen ist derselbe Mechanismus, mit strengeren Regeln und weniger Toleranz für Lücken.

Was dort schiefging: Die ersten Texte nannten veraltete Konzernzugehörigkeiten, seither gilt, dass eine Angabe nur mit Datum und Quelle in den Bestand kommt. Und eine Prüfung auf Umlaute fehlte in der ersten Woche. Für die Luftfahrt heißt das: Jede Zuordnung trägt Zeitstempel und Quelldokument, eine fehlende Revision ist ein Stopp und kein Hinweis, und die Prüfregeln laufen in den ersten Wochen gegen die Pakete, die Ihre Qualitätssicherung von Hand freigegeben hat, bevor der Ablauf allein vorbereitet.

Fallstudie: Produktdaten in Millionenmenge

Preise

Preise für Luft- und Raumfahrtzulieferer

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Werkstoff- und Prozesszertifikate je Lieferung zusammenführen und prüfen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Luft- und Raumfahrtzulieferern

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen exportkontrollierte Zeichnungen und Daten durch ein KI-Modell laufen?

Nur dort, wo Ihr Exportkontrollbeauftragter es freigibt. Für Abläufe mit Zeichnungen und technischen Daten bauen wir mit Modellen auf Ihren Servern oder auf EU-Servern mit bekanntem Betreiber und Standort, unter Auftragsverarbeitungsvertrag und mit Zugriff nur für berechtigte Rollen. Keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Für Abläufe ohne technische Daten, etwa Lieferantenfragebögen, kann ein Cloud-Modell genügen. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das Babtec, Teamcenter oder SupplyOn?

Nein. Prüfplan und Prüfwerte bleiben im CAQ, Konstruktion und Revisionen im PLM, Abrufe im Kundenportal. Der Ablauf arbeitet zwischen diesen Systemen und den Dokumenten, die als PDF kommen: lesen, zuordnen, auf Vollständigkeit prüfen, Berichte vorfüllen, Änderungen melden. Wo eine Funktion oder Schnittstelle in Ihrem System reicht, sagen wir das in der Analyse und bauen nichts daneben.

Wie läuft die Einführung bei einem Betrieb nach EN 9100?

Über Ihr Änderungsverfahren. Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Nachweise heute zusammenstellen: jemand aus der Qualitätssicherung, jemand aus der Arbeitsvorbereitung, jemand aus der IT. Im Umbau braucht es einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben. Der Ablauf läuft mehrere Wochen parallel zur Handarbeit, die Abweichungen werden dokumentiert, und erst nach Ihrer Freigabe bereitet er allein vor. Die Dokumentation ist so, dass der Auditor sie lesen kann.

Lohnt sich das für einen Zulieferer mit 45 Mitarbeitern?

Wenn viele Lieferungen mit Zertifikatspaketen und Erstmustern anfallen, oft ja; die Zahl der Nachweise zählt mehr als die der Mitarbeiter. Unter etwa 50 Mitarbeitern und wenigen hundert Lieferungen im Jahr rechnet sich ein Umbau zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Dann lohnt der Blick auf eine Gruppe, die denselben Ablauf für mehrere Standorte betreibt. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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