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Zielgruppe

Stand

Im Vertriebsinnendienst der Lohnfertigung bleiben drei von vier Zeichnungsanfragen unbeantwortet.

Ein Zerspanungsbetrieb mit 180 Mitarbeitern: proALPHA als ERP, Hydra für die Betriebsdaten, Babtec in der Qualitätssicherung, hyperMILL in der Arbeitsvorbereitung. Im Innendienst kommen am Tag 40 Anfragen an, jede mit Zeichnung als PDF oder STEP, Stückliste und Wunschtermin. Drei Mitarbeiter öffnen jede Zeichnung, lesen Werkstoff, Toleranzen und Oberflächenangaben ab, schätzen Rüst- und Laufzeiten und tippen die Vorkalkulation in Excel, bevor der Vertriebsleiter den Preis freigibt. Zehn Anfragen schaffen sie so, die anderen 30 bleiben liegen oder bekommen eine Absage ohne Blick auf das Teil. Der Werkstoffeinkauf hält daneben Zeugnisse für jede Charge zusammen, die Kunden mit der Lieferung sehen wollen. KI für Lohnfertiger beginnt deshalb beim Anfragenstapel: Zeichnung lesen, Merkmale erfassen, Kalkulation vorbereiten, und erst dann entscheidet der Mensch, welche der 40 Anfragen ein Angebot wert ist.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Metallverarbeitern und Lohnfertigern lohnen

Der Lohnfertiger verkauft Präzision und Termintreue. Die Zeit davor geht in Zeichnungen lesen, Zeugnisse suchen und Bestellungen vergleichen. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Zeichnungsanfragen lesen und vorkalkulieren

    Outlook, proALPHA, hyperMILL, Kalkulationsvorlagen in Excel

    Von 40 Anfragen am Tag kommen die meisten mit Zeichnung, Stückliste und Stückzahlstaffel. Der Ablauf liest Werkstoff, Abmessungen, Toleranzklassen, Oberflächen- und Wärmebehandlungsangaben aus dem Zeichnungskopf und den Feldern, zählt Bearbeitungsschritte nach Ihrer Technologiezuordnung, legt einen Kalkulationsentwurf mit Material, Rüst- und Laufzeit je Arbeitsgang an und markiert, was aus dem Raster fällt: enge Toleranzen, Sonderwerkstoffe, Zeichnungen ohne Normbezug. Der Vertriebsleiter sieht die 40 Anfragen sortiert nach Deckungsbeitrag und Machbarkeit. Ein Preis geht erst hinaus, wenn er ihn freigibt.

  • Werkstoffzeugnisse Chargen und Aufträgen zuordnen

    Lieferantenportale, Wareneingang in proALPHA, DMS, Scanstrecke

    Mit jeder Materiallieferung kommen Abnahmeprüfzeugnisse nach EN 10204, meist als PDF im Lieferantenportal oder als Anhang, manchmal als Ausdruck im Paket. Bei 600 Wareneingängen im Monat sucht der Einkauf vor jeder Lieferung das Zeugnis zur verbauten Charge heraus. Der Ablauf liest Zeugnisnummer, Werkstoff, Chargen- und Schmelzennummer sowie die Analysewerte, legt das Zeugnis beim Wareneingang ab, verknüpft es über die Chargenbuchung mit den Fertigungsaufträgen und stellt je Lieferung das Zeugnispaket zusammen. Fehlt ein Zeugnis oder passt der Werkstoff nicht zur Bestellung, erscheint das auf einer Liste, bevor das Material in die Fertigung geht. Der Qualitätsleiter gibt das Paket frei.

  • Messprotokolle den Erstmustern und Lieferungen beilegen

    Messsoftware der Koordinatenmessmaschinen, Babtec, proALPHA, DMS

    Erstmusterprüfberichte und Lieferungen mit Prüfpflicht brauchen die Messprotokolle der Maschinen, die als PDF oder Exportdatei je Messprogramm entstehen. Bei 200 Lieferungen in der Woche sammelt die Qualitätssicherung sie von Hand aus Ordnern zusammen. Der Ablauf ordnet jedes Protokoll über Auftrags- und Zeichnungsnummer dem Fertigungsauftrag zu, prüft die gemessenen Merkmale gegen die Zeichnungstoleranzen, baut den Erstmusterprüfbericht in dem Formular auf, das der Kunde verlangt, und markiert fehlende Merkmale oder Werte am Toleranzrand. Die Prüferin sieht nur die Markierungen, bestätigt und der Bericht hängt am Lieferschein.

  • Kundenbestellungen mit Angeboten abgleichen

    Kundenportale, EDI, Outlook, proALPHA

    Bestellungen kommen als PDF per Mail, aus Kundenportalen und über EDI, oft Wochen nach dem Angebot und mit eigenen Positionsnummern. Bei 300 Bestellungen im Monat vergleicht der Innendienst jede Position mit dem Angebot. Der Ablauf liest Artikel, Zeichnungsindex, Menge, Preis und Wunschtermin, sucht das passende Angebot, legt den Auftrag als Entwurf an und meldet Abweichungen: anderer Zeichnungsstand, Preis unter Angebot, Menge außerhalb der Staffel, Termin kürzer als die Wiederbeschaffungszeit. Was passt, bestätigt der Sachbearbeiter mit einem Blick; was abweicht, bekommt eine vorbereitete Rückfrage an den Kunden, die er vor dem Senden liest.

  • Rohstoffpreise und Zuschläge in die Kalkulation übernehmen

    Lieferantenpreislisten, Legierungszuschläge der Stahlhändler, proALPHA, Excel

    Legierungszuschläge, Schrottnotierungen und Lieferantenpreislisten ändern sich monatlich, bei Kupfer und Aluminium täglich. In vielen Betrieben steht in der Kalkulation noch der Materialpreis aus dem Vorjahr, und der Einkauf merkt es erst an der Marge. Der Ablauf liest die Preislisten und Zuschlagstabellen der Lieferanten, ordnet sie den Werkstoffen in den Kalkulationsstammdaten zu, berechnet den neuen Materialpreis je Halbzeug und legt die Änderungen als Vorschlag mit altem und neuem Wert vor. Sprünge über eine Schwelle und Werkstoffe ohne aktuelle Quelle sind markiert. Der Einkaufsleiter gibt die Liste frei, dann rechnet jede neue Kalkulation mit den aktuellen Preisen.

Systeme

Typische Systeme bei Metallverarbeitern und Lohnfertigern

Das ERP führt Aufträge und Material, daneben laufen Betriebsdaten, Qualität, CAM und viele Zeichnungen in Ordnern. Die Anfrage selbst steckt im Postfach.

Systemvernetzung im Detail

  • ERPproALPHA, abas, APplus, SAP Business One, Microsoft Dynamics 365 Business Central
  • Betriebsdaten und FertigungssteuerungHydra von MPDV, Betriebsdatenerfassung, Maschinenterminals, Schichtbücher
  • Qualität und MesstechnikBabtec, CAQ-Systeme, Messsoftware der Koordinatenmessmaschinen, Erstmusterformulare
  • CAM und WerkzeugverwaltunghyperMILL, Mastercam, TDM Systems, CAD-Viewer für STEP und DXF
  • Kommunikation mit Kunden und LieferantenOutlook, Kundenportale, EDI, Lieferantenportale, Ausschreibungsplattformen
  • DokumenteDMS, Netzlaufwerke mit Zeichnungsordnern, Scanstrecken, Excel

Einwände

Was bei Metallverarbeitern und Lohnfertigern besonders zählt

Die Einwände, die in Zerspanungs- und Blechbetrieben zuerst kommen, und was wir darauf antworten.

  • Kundenzeichnungen stehen unter Geheimhaltungsvereinbarung. Zeichnungen verlassen das Haus nicht. Für Abläufe, die Kundenzeichnungen lesen, setzen wir das Modell auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag ein, und keine Zeichnung trainiert ein fremdes Modell. Der Datenfluss je Ablauf ist aufgeschrieben, so dass Sie ihn Ihrem Kunden auf Nachfrage vorlegen können.
  • Rückverfolgbarkeit der Werkstoffe muss lückenlos sein. Der Ablauf ersetzt die Chargenbuchung nicht, er füllt sie. Jedes Zeugnis bleibt im Original liegen, die Zuordnung zu Wareneingang und Fertigungsauftrag ist protokolliert, und wo ein Zeugnis fehlt oder der Werkstoff nicht zur Bestellung passt, erscheint eine Lücke statt einer stillen Annahme. Das ist nachvollziehbarer als der Ordner im Wareneingang.
  • Exportkontrolle bei Teilen mit möglicher Dual-Use-Verwendung. Der Ablauf entscheidet nicht über Ausfuhren. Er kann Anfragen nach Kunde, Land und Teilebeschreibung gegen Ihre Prüfregeln halten und markieren, was ein Mensch mit der Güterliste prüfen muss. Die Einstufung und die Entscheidung bleiben bei Ihrem Exportkontrollbeauftragten, mit Protokoll, wer wann geprüft hat.
  • Angebote sind Chefsache. Das bleiben sie. Der Ablauf bereitet vor, sortiert und rechnet nach Ihren Zuschlägen und Stundensätzen, der Vertriebsleiter sieht die Vorkalkulation mit allen Annahmen und gibt frei oder ändert. Der Unterschied ist, dass er 40 Anfragen beurteilen kann statt zehn, und dass jede Zahl einen Herkunftsvermerk trägt.
  • Keine eigene IT, der Systempartner macht alles. Sie brauchen einen Menschen, der Zugänge freigibt und Regeln entscheidet, meist Vertriebsleiter oder Qualitätsleiter. Bau, Betrieb und Überwachung übernehmen wir, mit Ihrem ERP-Partner über die Schnittstellen, die er kennt. Alles ist so dokumentiert, dass er es später übernehmen könnte.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Den Anfragenstapel kennen wir von einem europäischen Technologie-Distributor mit rund 2.000 Mitarbeitern und zwölf Standorten: Anfragen aus einem Sammelpostfach werden dort nach Markt und Land automatisch zugeordnet und in NetSuite angelegt, Produktdaten entstehen aus PDF-Datenblättern, und eine Wissensdatenbank aus der Dokumentation beantwortet technische Fragen in fünf Sprachen mit Quellenangabe und Übergabe an einen Menschen. Lesen, zuordnen, vorlegen: dasselbe Muster wie bei Zeichnungsanfragen, nur mit Datenblatt statt Zeichnungskopf.

Was dort schiefging: Die Routing-Regeln für Grenzfälle mussten zweimal nachgezogen werden, weil Anfragen zwischen zwei Märkten hin und her sprangen. Für einen Lohnfertiger heißt das, die Regel, welche Anfrage ein Angebot wert ist, in den ersten Wochen mit dem Vertriebsleiter zu schärfen, statt sie am ersten Tag festzuschreiben. Und die Einheitenfehler aus alten Datenblättern, die der Prüfschritt dort heute abfängt, sind bei Ihnen die Zeichnung mit Zoll-Maßen ohne Hinweis.

Fallstudie: Anfragen in fünf Sprachen

Preise

Preise für Metallverarbeiter und Lohnfertiger

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Zeichnungsanfragen lesen und vorkalkulieren" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Metallverarbeitern und Lohnfertigern

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Kundenzeichnungen unter NDA überhaupt durch einen solchen Ablauf laufen?

Ja, wenn das Modell dort läuft, wo Ihre Geheimhaltungsvereinbarungen es erlauben. Für Zeichnungsanfragen setzen wir das Modell auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag ein, keine Zeichnung trainiert ein fremdes Modell, und der Datenfluss ist je Ablauf dokumentiert. Viele Geheimhaltungsvereinbarungen erlauben Unterauftragnehmer unter denselben Pflichten; wo sie es nicht tun, läuft der Ablauf im Haus. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das die Kalkulation in proALPHA oder abas?

Nein. Die Kalkulation im ERP bleibt der Ort, an dem Stundensätze, Zuschläge und Arbeitspläne liegen und der Preis entsteht. Der Ablauf füllt sie: Er liest die Zeichnung, erfasst Merkmale und Arbeitsgänge und legt den Kalkulationsentwurf dort an, wo das ERP ihn erwartet. Wo Ihr ERP bereits eine Zeichnungsauswertung mitbringt, sagen wir das in der Analyse.

Wie viel Zeit kostet der Umbau den Betrieb selbst?

Die Analyse dauert drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen, hier der Innendienst, der Einkauf und die Qualitätssicherung. Für den Umbau brauchen wir einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben, meist den Vertriebsleiter, etwa zwei Stunden in der Woche. Die ersten zwei Wochen prüft der Innendienst jede Vorkalkulation, danach nur noch die markierten Fälle.

Lohnt sich das für einen Betrieb mit 25 Mitarbeitern?

Zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Unter etwa 50 Mitarbeitern reicht die Menge an Anfragen und Zeugnissen meist nicht, um den Umbau in angemessener Zeit zu bezahlen. Anders sieht es aus, wenn mehrere Betriebe eines Verbunds oder einer Gruppe denselben Ablauf teilen, oder wenn ein einzelner Ablauf, etwa die Zeugnisverwaltung, täglich Stunden kostet. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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