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Zielgruppe

Stand

Beim Messtechnik-Hersteller beantwortet der Applikationsingenieur jeden Tag dieselben zehn Fragen per Mail.

Ein Hersteller von Druck- und Temperatursensoren mit 700 Mitarbeitern: SAP S/4HANA für Aufträge und Seriennummern, Siemens Teamcenter für Konstruktion und Stücklisten, Contentserv für die Produktdaten, ein Ticketsystem im Support. Im Applikationsteam sitzen sechs Ingenieure, die eigentlich Kundenprojekte auslegen sollen. Stattdessen beantworten sie am Tag 60 Mails: Welcher Messbereich für diese Anwendung, ist der Sensor in IP68 lieferbar, welches Kabel bei 150 Grad, gibt es das Zertifikat auch auf Französisch. Die Antworten stehen in 400 Datenblättern, Betriebsanleitungen und Zulassungsdokumenten, die bei jeder Produktänderung in acht Sprachen nachgezogen werden müssen und es oft nicht sind. Nebenan erzeugt die Fertigung Kalibrierzertifikate, deren Werte jemand aus dem Prüfplatz in die Vorlage überträgt. KI für Messtechnik-Hersteller beginnt deshalb bei der Dokumentation: Fragen aus Datenblättern beantworten, Dokumente konsistent halten, Zertifikate aus Prüfdaten erzeugen, und der Ingenieur prüft, was hinausgeht.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Herstellern von Sensorik und Messtechnik lohnen

Ein Messtechnik-Hersteller verkauft Genauigkeit und das Wissen, wie sie im Einsatz erhalten bleibt. Dieses Wissen steht in Dokumenten, und die Dokumente machen Arbeit. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Technische Kundenanfragen aus Datenblättern beantworten

    Ticketsystem, Outlook, Contentserv, CRM

    60 technische Anfragen am Tag, die Hälfte davon zu Messbereich, Genauigkeit, Schutzart, Medienverträglichkeit und Zubehör. Der Ablauf liest die Anfrage, erkennt Produkt und Anwendung, sucht die Antwort in Datenblättern, Betriebsanleitungen und Applikationsschriften des aktuellen Stands und formuliert einen Antwortentwurf mit Quellenangabe je Aussage, in der Sprache des Kunden. Anfragen zu Auslegung, Sicherheitsanwendungen oder außerhalb der Spezifikation markiert er und übergibt sie mit Zusammenfassung an den Applikationsingenieur. Jede Antwort geht erst nach Freigabe hinaus; Routinefälle bestätigt der Ingenieur als Stapel, der Vertrieb sieht die Anfrage im CRM.

  • Datenblätter, Anleitungen und Zertifikate mehrsprachig konsistent halten

    Siemens Teamcenter, Contentserv, Redaktionssystem, Übersetzungsspeicher

    Ein Produkt mit 400 Dokumenten in acht Sprachen bekommt einen neuen Messbereich. Der Ablauf liest die Änderung aus Teamcenter und dem Produktdatensystem, sucht in allen Dokumenten die Stellen, die den alten Wert, die alte Zeichnungsnummer oder den alten Normstand enthalten, listet sie je Dokument und Sprache mit Fundort auf, erzeugt für die deutsche Fassung einen Änderungsentwurf nach Ihrem Redaktionsleitfaden und für jede Sprache einen Übersetzungsvorschlag aus Ihrem Übersetzungsspeicher und Ihrer Terminologie. Stellen mit abweichenden Werten zwischen Sprachen sind markiert. Die technische Redaktion prüft und gibt je Dokument frei.

  • Kalibrierzertifikate aus Prüfdaten erzeugen und Seriennummern zuordnen

    Prüfplatzsoftware, SAP S/4HANA, Babtec, DMS

    Jeder Sensor verlässt das Haus mit Kalibrierzertifikat: Messpunkte, Referenzgerät, Umgebungsbedingungen, Abweichung, Unsicherheit. Die Werte entstehen am Prüfplatz, das Zertifikat baut heute ein Mitarbeiter in der Vorlage, bei 2.000 Geräten im Monat. Der Ablauf liest die Prüfdaten aus dem Prüfplatzexport, ordnet sie über die Seriennummer dem Auftrag und der Produktvariante in SAP zu, prüft Vollständigkeit der Messpunkte, Gültigkeit der Referenzgeräte und Einhaltung der Toleranzen, füllt das Zertifikat in der Sprache des Kunden und legt es mit Seriennummer im DMS ab. Grenzfälle und abgelaufene Referenzen sind markiert. Der Prüfverantwortliche gibt frei, erst dann wird das Zertifikat ausgegeben.

  • Supportfälle klassifizieren und Lösungswege vorschlagen

    Ticketsystem, Wissensdatenbank, SAP S/4HANA, CRM

    Im Support kommen monatlich 900 Fälle an: Sensor liefert keinen Messwert, Drift nach Monaten, Fehlercode im Transmitter, Frage zur Kalibrierfrist. Der Ablauf liest den Fall, ordnet ihn Produkt, Seriennummer und Kunde zu, klassifiziert ihn nach Ihrem Schema, sucht in gelösten Fällen, Servicebulletins und Anleitungen nach passenden Lösungswegen und legt dem Supportmitarbeiter einen Entwurf mit Rückfragen an den Kunden vor, etwa nach Versorgungsspannung oder Einbaulage. Fälle mit Hinweis auf Serienfehler oder Sicherheitsrelevanz sind markiert und gehen gesammelt an die Qualitätsabteilung. Der Supportmitarbeiter entscheidet und antwortet.

  • Bauteilabkündigungen einlesen und betroffene Baugruppen melden

    Abkündigungsmitteilungen per Mail, Altium Designer, Siemens Teamcenter, SAP S/4HANA

    Elektronikhersteller und Distributoren schicken Product Change Notifications und Abkündigungen als PDF, 40 im Monat, jede mit Herstellerteilenummern und Terminen. Der Ablauf liest jede Mitteilung, erkennt die betroffenen Teile, sucht sie in den Stücklisten aus Altium und Teamcenter, in den Lagerbeständen und offenen Bestellungen in SAP und listet je Baugruppe und Produkt die Betroffenheit mit Restbestand, Jahresbedarf und Last-Time-Buy-Datum auf. Vorschläge für Alternativen aus Ihrer Freigabeliste stehen daneben. Der Entwicklungsleiter und der Einkauf entscheiden, der Ablauf hält den Stand am Bauteil fest.

Systeme

Typische Systeme bei Herstellern von Sensorik und Messtechnik

Konstruktion, Produktdaten, Fertigung und Support haben je ein eigenes System. Das Wissen über das Produkt verteilt sich auf alle, und auf Dokumente in acht Sprachen.

Systemvernetzung im Detail

  • ERPSAP S/4HANA, proALPHA, abas, Microsoft Dynamics 365
  • Konstruktion und EntwicklungSiemens Teamcenter, Altium Designer, EPLAN, SolidWorks
  • Produktdaten und RedaktionContentserv, Pimcore, Redaktionssysteme, Übersetzungsspeicher
  • Qualität und PrüfungBabtec, Prüfplatzsoftware, Kalibrierdatenbanken, Nautos
  • Support und VertriebTicketsysteme, CRM, Wissensdatenbanken, Kundenportale
  • KommunikationMicrosoft 365, Outlook, Sammelpostfächer, Teams

Einwände

Was bei Herstellern von Sensorik und Messtechnik besonders zählt

Die Einwände, die bei Messtechnik-Herstellern zuerst kommen, und was wir darauf antworten.

  • Exportkontrolle und Dual-Use-Verordnung (EU) 2021/821. Der Ablauf entscheidet keine Ausfuhr. Er kann je Auftrag Produkt, Kunde und Bestimmungsland gegen Ihre Einstufungen und Prüfregeln halten, Fälle markieren, die Ihr Exportkontrollbeauftragter mit den Güterlisten prüfen muss, und die Prüfunterlagen zusammenstellen. Einstufung und Entscheidung bleiben bei ihm, mit Protokoll.
  • Produkthaftung, Maschinenverordnung und EU AI Act bei Sicherheitsfunktionen. Unsere Abläufe arbeiten in Support, Redaktion und Verwaltung, nicht im Produkt. Sie beantworten Fragen aus freigegebenen Dokumenten mit Quellenangabe und übergeben alles, was Auslegung oder Sicherheitsfunktion betrifft, an einen Ingenieur. Kein Ablauf läuft in einer Sicherheitsfunktion oder wird Teil eines Produkts; die Pflichten des AI Act für Ihre Produkte sind eine getrennte Frage.
  • Kalibrierung nach ISO/IEC 17025 verlangt nachvollziehbare Zertifikate. Deshalb erzeugt der Ablauf Zertifikate nur aus den Prüfdaten des Prüfplatzes, nie aus Eingaben. Jeder Wert trägt die Herkunft, Referenzgeräte werden gegen ihre Kalibrierfrist geprüft, und der Prüfverantwortliche gibt jedes Zertifikat frei. Das Protokoll zeigt, wann welche Daten zu welchem Zertifikat wurden. Das lässt sich im Audit vorzeigen.
  • Konstruktionsdaten und Schaltpläne sind das Kernwissen des Unternehmens. Für Abläufe mit Konstruktionsdaten, Stücklisten und Schaltplänen läuft das Modell auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Der Ablauf für Kundenanfragen arbeitet dagegen nur mit freigegebenen Dokumenten; was intern ist, sieht er nicht.
  • RoHS, REACH und Konfliktmineralien bei Elektronikbauteilen. Die Erklärungen Ihrer Lieferanten kommen in verschiedenen Formaten und Fristen. Ein Ablauf kann sie einsammeln, dem Bauteil zuordnen, Gültigkeit und Umfang prüfen und je Produkt die Nachweislage zusammenstellen, mit Lücken auf einer Liste. Die Erklärung gegenüber Ihrem Kunden gibt ein Mensch ab, auf vollständiger Grundlage.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Technische Fragen aus Dokumentation beantworten kennen wir von einem europäischen Technologie-Distributor mit rund 2.000 Mitarbeitern und zwölf Standorten: Eine Wissensdatenbank aus der Produktdokumentation beantwortet dort Fragen in fünf Sprachen mit Quellenangabe und übergibt an einen Menschen, wenn sie nicht sicher ist. Anfragen aus einem Sammelpostfach werden nach Markt und Land zugeordnet, Produktdaten entstehen aus PDF-Datenblättern. Die Anfragen aus der Website stiegen um 400 Prozent. Das ist der Werkzeugkasten für 60 Mails an das Applikationsteam.

Was dort schiefging: Die Wissensdatenbank antwortete anfangs zu ausführlich und wurde auf kurze Antworten mit Quelle umgestellt. Beim Messtechnik-Hersteller heißt das, der Entwurf nennt den Messbereich, das Datenblatt und die Seite, nicht die Theorie dahinter. Und Einheitenfehler aus alten Datenblättern, die der Prüfschritt dort heute abfängt, wären bei Ihnen der Druck in bar statt in psi; deshalb prüft der Ablauf Einheiten gegen den aktuellen Dokumentenstand, bevor ein Entwurf entsteht.

Fallstudie: Anfragen in fünf Sprachen

Preise

Preise für Hersteller von Sensorik und Messtechnik

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Technische Kundenanfragen aus Datenblättern beantworten" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Herstellern von Sensorik und Messtechnik

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Konstruktionsdaten, Kundenanfragen und Prüfdaten durch ein KI-Modell laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft, und das je Ablauf. Kundenanfragen aus freigegebenen Datenblättern vertragen oft ein Cloud-Modell unter Auftragsverarbeitungsvertrag; Konstruktionsdaten, Stücklisten und Prüfdaten laufen auf Ihren Servern oder auf EU-Servern. Keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell, und der Datenfluss ist je Ablauf beschrieben. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das den Applikationsingenieur oder das Redaktionssystem?

Weder noch. Der Ingenieur entscheidet weiterhin über jede Antwort und übernimmt alles, was Auslegung ist; der Ablauf nimmt ihm die zehn Fragen ab, die er täglich gleich beantwortet. Das Redaktionssystem bleibt der Ort, an dem Dokumente entstehen und übersetzt werden; der Ablauf findet die betroffenen Stellen und bereitet Entwürfe vor. Wo ein vorhandenes Werkzeug die Aufgabe erledigt, sagen wir das in der Analyse.

Wie viel internen Aufwand bedeutet das für Applikation, Redaktion und Prüffeld?

Die Analyse dauert drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen. Für den Umbau brauchen wir einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben, meist den Leiter Applikation oder Technische Dokumentation, etwa zwei Stunden in der Woche. Die ersten zwei Wochen prüft das Team jeden Entwurf, danach nur noch die markierten Fälle. Was ein Umbau kostet, steht unter Vorgehen und Preise.

Lohnt sich das für einen Hersteller mit 80 Mitarbeitern?

Oft ja, wenn die Dokumentation mehrsprachig ist oder der Support viele gleichartige Fälle hat; dann ist die Menge auch bei 80 Mitarbeitern groß genug. Unter etwa 50 Mitarbeitern ohne eigene Dokumentbestände rechnet sich ein Umbau zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Die Analyse sagt auch, wo sich KI bei Ihnen nicht lohnt. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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