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Stand

Beim Möbelhersteller prüft die Auftragserfassung jede Händlerbestellung von Hand, Maß für Maß.

Ein Küchenhersteller mit 600 Mitarbeitern und 1.200 Fachhändlern: SAP S/4HANA als ERP, imos iX in der Konstruktion, Pimcore für die Produktdaten, die Händler planen in Carat und Winner. Jeden Tag kommen 250 Bestellungen, als Datei aus der Planungssoftware, als PDF per Mail, einige noch per Fax. In der Auftragserfassung prüfen 20 Mitarbeiter jede Kommission: Passt die Nischenbreite zum Gerät, stimmt die Scharnierseite am Eckschrank, ist der Griff in dieser Front überhaupt lieferbar, fehlt die Arbeitsplatte. Jede Rückfrage an den Händler kostet zwei Tage Liefertermin, jede übersehene Abweichung eine Küche, die zurückkommt. Daneben pflegt das Produktmanagement dieselben Artikel in OFML-Daten, Händlerkatalogen und Shops nach. KI für Möbelhersteller beginnt deshalb beim Auftragseingang: Bestellung lesen, gegen die Variantenlogik prüfen, Rückfrage vorbereiten, und der Sachbearbeiter entscheidet, was ins System darf.

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Möbelherstellern lohnen

Ein Möbelhersteller lebt von Varianten und vom Händler, der sie verkauft. Zwischen beiden liegt Prüfarbeit, die heute Menschen Zeile für Zeile machen. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Händlerbestellungen prüfen und Rückfragen formulieren

    Carat, Compusoft Winner, SAP S/4HANA, Faxserver, Outlook

    250 Bestellungen am Tag, davon ein Drittel als PDF oder Fax ohne Schnittstelle. Der Ablauf liest Kommission, Artikel, Maße, Fronten, Griffe, Scharnierseiten und Geräte, prüft sie gegen Ihre Konfigurationsregeln und die aktuelle Preisliste, gleicht den Grundriss mit den Schrankmaßen ab und markiert, was nicht zusammenpasst: Gerätenische zu schmal, Eckschrank mit zwei linken Scharnieren, abgekündigte Front, fehlende Sockelleiste. Für jede Abweichung steht eine Rückfrage an den Händler als Entwurf bereit, in dessen Sprache und mit Positionsbezug. Was fehlerfrei ist, legt der Ablauf als Auftragsentwurf in SAP an. Der Sachbearbeiter prüft die Markierungen und gibt frei.

  • Produktdaten für OFML, Kataloge und Shops aktuell halten

    Pimcore, pCon.planner, OFML-Datenstand, SAP S/4HANA, Händlerportale

    Ein Sortiment mit 8.000 Artikeln und zwei Kollektionswechseln im Jahr: Jede Änderung an Maß, Farbe, Preis oder Lieferbarkeit muss in die OFML-Daten für pCon, in die Planungsdaten der Händlersoftware, in Kataloge und Onlineshops. Der Ablauf liest die Änderungen aus SAP und Pimcore, prüft Attribute auf Vollständigkeit und Widerspruch, etwa eine Front, die in einer Farbe fehlt, erzeugt die Exporte je Kanal im jeweiligen Format und vergleicht nach dem Einspielen, ob draußen steht, was drinnen gilt. Abweichungen zwischen den Kanälen stehen auf einer Liste. Das Produktmanagement gibt jede Exportrunde frei.

  • Reklamationen mit Fotos erfassen und Ersatzteillieferung vorbereiten

    Händlerportal, Outlook, SAP S/4HANA, CRM

    Bei 1.200 Händlern gehen im Monat 900 Reklamationen ein, meist eine Mail mit zwei Fotos und dem Satz, die Tür hängt. Der Ablauf ordnet die Mail der Kommission zu, liest aus Fotos und Text, welches Teil betroffen ist und ob es ein Transportschaden, ein Montagefehler oder ein Materialfehler sein könnte, schlägt das Ersatzteil mit Artikelnummer aus der Stückliste der Kommission vor und legt den Reklamationsvorgang mit Lieferentwurf an. Unklare Fälle und Fälle über einer Wertgrenze gehen mit Zusammenfassung an den Kundendienst. Freigegeben wird jede Ersatzlieferung von einem Menschen.

  • Materialzertifikate und Emissionsnachweise je Produkt zusammenstellen

    Lieferantenportale, DMS, SAP S/4HANA, Pimcore

    Für Platten, Lacke, Schäume und Beschläge liegen Zertifikate und Prüfberichte der Lieferanten vor: Formaldehyd-Emissionsklasse, Holzherkunft, Schadstoffprüfungen, Brandverhalten bei Objektmöbeln. Objektkunden und Ausschreibungen fragen den Nachweis je Produkt ab. Der Ablauf liest die Dokumente der Lieferanten, ordnet sie den Materialien im Stamm zu, prüft Gültigkeitsdatum und Produktbezug, stellt je Artikel aus der Stückliste die Nachweismappe zusammen und meldet, wo ein Zertifikat fehlt, abgelaufen ist oder sich auf eine andere Materialcharge bezieht. Der Qualitätsleiter gibt die Mappe frei, bevor sie zum Kunden geht.

  • Lieferterminanfragen der Händler beantworten

    SAP S/4HANA, Versandplanung, Händlerportal, Sammelpostfach

    Wo bleibt meine Küche: Diese Frage trifft den Innendienst 150 Mal am Tag, per Mail, Portal und Telefon, oft vom Endkunden über den Händler. Der Ablauf liest die Anfrage, findet die Kommission, holt den Fertigungsstand aus SAP und den geplanten Tourentermin aus der Versandplanung und legt eine Antwort mit Stand, Termin und etwaiger Verzögerungsursache als Entwurf vor. Fälle, in denen der Termin bereits gerissen ist oder ein Teil fehlt, gehen mit Hinweis an den zuständigen Sachbearbeiter. Gesendet wird nach Freigabe, Routinefälle als Stapel.

Systeme

Typische Systeme bei Möbelherstellern

ERP und Konstruktion sind verbunden, der Händler plant in eigener Software, die Produktdaten liegen im PIM. An den Übergängen entsteht die Prüfarbeit.

Systemvernetzung im Detail

  • ERPSAP S/4HANA, proALPHA, Infor, Microsoft Dynamics 365
  • Konstruktion und Fertigungimos iX, CAD/CAM für Holz, Maschinensteuerungen, Stücklistengeneratoren
  • Händlerplanung und GrafikdatenpCon.planner, Compusoft Winner, Carat, OFML-Daten, IDM-Formate
  • ProduktdatenPimcore, Akeneo, Katalogsysteme, Shopsysteme
  • Kommunikation mit HändlernOutlook, Händlerportale, Faxserver, EDI, CRM
  • Nachweise und DokumenteDMS, Lieferantenportale, Prüfberichte, Excel

Einwände

Was bei Möbelherstellern besonders zählt

Die Einwände, die in der Möbelindustrie zuerst kommen, und was wir darauf antworten.

  • Produktsicherheitsverordnung und Kennzeichnungspflichten für Endprodukte. Die Verordnung verlangt unter anderem Herstellerangaben, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit je Produkt. Der Ablauf stellt die Angaben je Artikel aus Stamm und Nachweisen zusammen, prüft Vollständigkeit und meldet Lücken, bevor ein Produkt in Katalog oder Shop geht. Was gilt, legt Ihr Produktmanagement fest; der Ablauf sorgt dafür, dass es überall gleich steht.
  • Nachweise zur Holzherkunft nach der EU-Entwaldungsverordnung. Die Herkunftsnachweise kommen von Platten- und Holzlieferanten in verschiedenen Formaten. Der Ablauf sammelt sie ein, ordnet sie Material und Lieferung zu, prüft Datum und Bezug und meldet, wo ein Nachweis fehlt. Die Sorgfaltserklärung selbst gibt ein Mensch ab, mit der Mappe als Grundlage und einem Protokoll, woher jeder Nachweis stammt.
  • Händlerbeziehungen sind sensibel, der Ton muss stimmen. Deshalb schreibt der Ablauf Entwürfe, keine Antworten. Rückfragen und Terminauskünfte folgen Ihren Formulierungen und dem Verhältnis zum Händler, Großkunden können Sie ganz ausnehmen. In den ersten Wochen liest der Innendienst jeden Entwurf, danach nur noch die, bei denen der Ablauf unsicher ist oder es um Geld geht.
  • Die Variantenlogik ist komplex, ein Fehler kostet eine ganze Küche. Genau deshalb prüft der Ablauf gegen Ihre Konfigurationsregeln und nicht nach Gefühl. Er kennt die Regeln aus dem System, die ein neuer Sachbearbeiter erst nach Monaten im Kopf hat, und er markiert Zweifel, statt sie durchzuwinken. Jede Prüfung ist protokolliert, und ins System kommt nur, was ein Mensch freigegeben hat.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Produktdaten in Menge und über Kanäle hinweg kennen wir von einem unabhängigen Händler für Industrie-Ersatzteile mit rund 50 Mitarbeitern: Millionen Teile von 2.226 Herstellern in Salesforce, Herstellertexte mit Faktenanker recherchiert, elf Qualitätsprüfungen vor jeder Veröffentlichung, bitgleiches Rollback, Ausrollen von zehn Herstellern je Woche. Am Ende standen 3,3 Millionen Seiten, die Salesforce-Abfragen sanken um 71 Prozent, ein Wochenbericht und ein Stoppschalter gehören zum Betrieb. Das ist der Werkzeugkasten, den 8.000 Artikel in OFML, Katalog und Shop brauchen.

Was dort schiefging: Die ersten Texte nannten veraltete Konzernzugehörigkeiten, seither gilt die Regel, dass solche Angaben nur mit Datum und Quelle in den Text dürfen. Bei Möbeln wäre das die Emissionsklasse, die nur mit Prüfbericht und Gültigkeitsdatum ins Datenblatt kommt. Und eine Prüfung auf Umlaute fehlte in der ersten Woche; bei Ihnen wäre das die Prüfung, ob die Maßangabe im Händlerformat in Millimetern steht.

Fallstudie: Produktdaten in Millionenmenge

Preise

Preise für Möbelhersteller

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Händlerbestellungen prüfen und Rückfragen formulieren" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Möbelherstellern

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Händlerpreise, Konditionen und Planungsdaten sind vertraulich. Wo laufen diese Daten?

Dort, wo Sie es festlegen. Für Bestellungen und Konditionen bauen wir mit Modellen auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell, und der Datenfluss ist je Ablauf aufgeschrieben. Für Produkttexte ohne Preise kann ein Cloud-Modell unter Vertrag genügen; das entscheiden Sie je Ablauf. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das Pimcore, die OFML-Erstellung oder die Händlersoftware?

Nein. Pimcore bleibt der Ort, an dem Produktdaten gepflegt werden, und OFML-Daten entstehen weiter mit den Werkzeugen, die Sie dafür haben. Der Ablauf arbeitet dazwischen: Er prüft, vergleicht, exportiert und meldet, wo die Kanäle auseinanderlaufen. Wo ein vorhandenes Werkzeug die Aufgabe bereits erledigt, sagen wir das in der Analyse.

Wer trägt die Verantwortung, wenn eine geprüfte Bestellung trotzdem falsch ist?

Die Freigabe bleibt bei Ihrem Sachbearbeiter, und das Protokoll zeigt, was der Ablauf geprüft und markiert hat und wer freigegeben hat. Das ist mehr Nachvollziehbarkeit als heute, wo die Prüfung im Kopf passiert. Fehlerarten, die der Ablauf übersehen hat, werden als Regel ergänzt, so wird die Prüfung mit jedem Fall vollständiger.

Wie viel internen Aufwand bedeutet das für einen Hersteller mit 150 Mitarbeitern?

Die Analyse dauert drei Tage mit den Menschen aus Auftragserfassung, Produktmanagement und Kundendienst. Für den Umbau brauchen wir einen Ansprechpartner, der Regeln und Freigaben entscheidet, etwa zwei Stunden in der Woche. Ab 150 Mitarbeitern mit Händlervertrieb ist die Menge an Bestellungen und Artikeln meist groß genug; bei kleineren Herstellern ohne eigene Datenbestände sagen wir offen, wenn sich ein Umbau nicht rechnet. Was ein Projekt kostet, steht unter Vorgehen und Preise.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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