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Zielgruppe

Stand

In der Leasinggesellschaft tippt ein Mitarbeiter die Bilanz des Handwerksbetriebs ab, damit das Rating rechnen kann.

Eine herstellerunabhängige Leasinggesellschaft mit 250 Beschäftigten, 30.000 laufenden Verträgen und 800 Händlerpartnern: SAP für Verträge und Buchhaltung, Salesforce für Händler und Kunden, Creditreform und Schufa für Bonitäten, DocuSign für Unterschriften, ein Postfach für alles, was Händler und Kunden schicken. In der Antragsprüfung kommen täglich 120 Anträge an, jeder mit Jahresabschluss, BWA, Kontoauszügen und Objektangebot als PDF. Ein Mitarbeiter tippt die Bilanz eines Dachdeckerbetriebs Zeile für Zeile in das Rating-Werkzeug, damit es rechnen kann; der Händler wartet seit gestern auf die Zusage. Zwei Schreibtische weiter prüft eine Kollegin Rechnungen und Fahrzeugscheine gegen den Vertrag, bevor sie den Kaufpreis auszahlt, und am Vertragsende liegen Rückgabeprotokolle und Gutachten, aus denen jemand die Nachberechnung für Minderwert und Mehrkilometer bauen muss. KI für Leasinggesellschaften beginnt deshalb beim Antrag: lesen, erfassen, gegen den Vertrag halten, und der Sachbearbeiter entscheidet.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Leasinggesellschaften lohnen

Ein Leasingvertrag lebt lange und erzeugt an drei Stellen Handarbeit: beim Antrag, bei der Auszahlung und am Ende. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Leasinganträge lesen und Kennzahlen für die Bonitätsentscheidung aufbereiten

    SAP, Rating-Werkzeug, Händlerportal, Creditreform, Dun & Bradstreet

    Von 120 Anträgen am Tag kommen zwei Drittel mit Jahresabschluss, BWA, Summen- und Saldenliste und Kontoauszügen, oft als Scan vom Händler fotografiert. Der Ablauf liest die Unterlagen, ordnet die Positionen dem Schema Ihres Rating-Werkzeugs zu, holt Register- und Bonitätsauskunft dazu und erfasst alles in der Antragsakte. Markiert wird, was auffällt: Bilanz älter als 18 Monate, Umsatz in der BWA anders als im Abschluss, Kontoauszüge mit Rücklastschriften, Geschäftsführer erst seit drei Monaten im Register. Rating, Entscheidung und Konditionen bleiben bei Kreditentscheider und Kompetenzordnung; der Ablauf bereitet vor.

  • Objektunterlagen gegen den Vertrag prüfen

    SAP, Microsoft Dynamics 365, Händlerportal, DocuSign, Scanstrecke

    Vor der Auszahlung an den Händler liegen je Vertrag Rechnung, Lieferschein, Übernahmebestätigung und bei Fahrzeugen die Zulassungsbescheinigung vor, 100 Vorgänge am Tag. Der Ablauf liest die Dokumente, vergleicht Objektbezeichnung, Seriennummer oder Fahrgestellnummer, Kaufpreis, Zubehör und Lieferdatum mit dem unterschriebenen Vertrag und prüft, ob die Übernahmebestätigung vom Leasingnehmer unterschrieben ist und die Rechnung auf die Gesellschaft lautet. Was übereinstimmt, wird zur Auszahlung vorgelegt; was abweicht, steht mit Fundstelle beim Sachbearbeiter: anderer Preis, fehlende Seriennummer, Datum vor Vertragsbeginn. Ausgezahlt wird nach seiner Freigabe.

  • Kundenanfragen und Vertragsänderungen zuordnen und beantworten

    Exchange, Sammelpostfach, SAP, Salesforce, Kundenportal

    Im Servicepostfach einer Gesellschaft mit 30.000 Verträgen landen 600 Mails im Monat: Laufzeitverlängerung, Anpassung der Kilometer, Ablöseanfrage, Adressänderung, Schadenmeldung, Frage zur Rate. Der Ablauf liest jede Mail, erkennt Vertrag und Anliegen, prüft im Vertragssystem Laufzeit, Restwert und Zahlungsstand und bereitet die Antwort vor: eine Ablösesumme mit Stichtag und Gültigkeit, eine Bestätigung der Adressänderung, ein Angebot zur Laufzeitverlängerung nach Ihren Regeln. Anfragen mit Kündigungsabsicht, Zahlungsproblemen oder Rechtsbezug werden hervorgehoben. Gesendet wird nach Freigabe des Sachbearbeiters.

  • Rückgabeprotokolle und Gutachten lesen und Nachberechnung vorbereiten

    SAP, Gutachterportale, Rückgabe-App, Microsoft 365

    Am Vertragsende kommen monatlich 400 Fahrzeuge und Maschinen zurück, mit Rückgabeprotokoll, Fotos und Schadengutachten. Der Ablauf liest Protokoll und Gutachten, ordnet jede Position dem Vertrag zu, trennt vertragsgemäße Abnutzung von Schäden nach Ihrem Rückgabekatalog, rechnet Mehr- oder Minderkilometer gegen die vereinbarte Laufleistung und erstellt den Entwurf der Schlussrechnung mit Belegen je Position. Markiert wird, was der Katalog nicht eindeutig abdeckt oder was im Gutachten vom Protokoll abweicht. Der Sachbearbeiter prüft den Entwurf; die Rechnung geht erst nach seiner Freigabe an den Leasingnehmer.

  • Händlerabrechnungen gegen abgeschlossene Verträge abgleichen

    SAP, Salesforce, Händlerportal, Excel

    800 Händlerpartner erhalten Provisionen und Bonifikationen nach Vereinbarungen, die sich je Händler, Objektart und Aktion unterscheiden. Vor jeder Quartalsabrechnung gleicht der Ablauf die abgeschlossenen Verträge gegen die Vereinbarungen ab, rechnet Provisionen und Staffeln, erkennt Verträge, die stornierten oder nicht ausgezahlten Anträgen zugeordnet sind, und listet Abweichungen gegenüber der Abrechnung des Vorquartals und gegenüber dem, was der Händler in Rechnung stellt. Die Klärliste geht mit Belegen an die Vertriebssteuerung. Ausgezahlt wird, was sie freigibt; jede Abrechnung ist nachvollziehbar bis zum Vertrag.

Systeme

Typische Systeme bei Leasinggesellschaften

Vertrag und Buchhaltung liegen im ERP oder in einer Leasing-Fachlösung, Händler und Kunden im CRM, Bonitäten und Gutachten kommen von außen. Die Handarbeit liegt beim Lesen der PDF-Anhänge.

Systemvernetzung im Detail

  • Vertrag und BuchhaltungSAP, Microsoft Dynamics 365, NAVAX Leasing, Odessa Platform
  • Händler und KundenSalesforce, Microsoft Dynamics 365, Händlerportale, Kundenportale
  • Bonität und RegisterCreditreform, Schufa, Dun & Bradstreet, Handelsregister
  • Objekt und RückgabeGutachterportale, Rückgabe-Apps, Restwertdatenbanken
  • Dokumente und KommunikationDocuSign, Microsoft 365, Exchange, Scanstrecken

Einwände

Was bei Leasinggesellschaften besonders zählt

Die Einwände, die bei Leasinggesellschaften zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Finanzierungsleasing ist Finanzdienstleistung nach § 1 Absatz 1a KWG. Damit unterliegen Sie der BaFin-Aufsicht und den MaRisk in der für Leasinggesellschaften geltenden Form, und ein Ablauf, den wir betreiben, ist eine Auslagerung. Wir liefern, was Ihr Auslagerungsmanagement braucht: Risikoanalyse, Vertrag mit Prüf- und Informationsrechten, Ausstiegsplan, Beschreibung je Ablauf, welche Daten und Systeme berührt sind. Gebaut wird so, dass ein anderer Dienstleister übernehmen kann.
  • Bonitätsbewertung ist Hochrisiko nach dem EU AI Act. Die Bewertung der Kreditwürdigkeit natürlicher Personen steht in Anhang III der Verordnung. Deshalb bewertet der Ablauf nicht: Er liest Unterlagen, erfasst Zahlen in das Rating-Werkzeug und markiert Auffälligkeiten. Rating und Entscheidung bleiben in Ihrem Verfahren und bei Ihren Entscheidern. Dokumentiert ist, was der Ablauf tut und was nicht, auch für den Firmenkundenbereich, in dem die Einstufung nicht gilt.
  • Wir sind Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz. Die Sorgfaltspflichten bleiben bei Ihrem Geldwäschebeauftragten. Der Ablauf stellt bei neuen Leasingnehmern Registerauszug, wirtschaftlich Berechtigte und Auskünfte zusammen und legt ungewöhnliche Konstellationen mit Begründung vor, etwa einen Leasingnehmer, der erst seit Wochen im Register steht. Er entscheidet nichts und meldet nichts selbst; jede Entscheidung trägt Name, Zeitpunkt und Begründung.
  • Automatisierte Ablehnungen fallen unter Artikel 22 DSGVO. Deshalb lehnt der Ablauf nicht ab und sagt nicht zu. Jeder Antrag, den er vorbereitet, geht an einen Menschen, der entscheidet und die Entscheidung begründet; die Begründung steht in der Akte und kann dem Kunden auf Nachfrage erklärt werden. Das Protokoll zeigt, welche Daten der Ablauf gelesen und welche Markierungen er gesetzt hat.
  • Verbraucherleasing unterliegt den Vorschriften für Verbraucherdarlehen. Bei Verträgen mit Verbrauchern nach § 506 BGB gelten Informationspflichten, Widerrufsrecht und Formvorgaben. Der Ablauf kennt den Vertragstyp und hält die Pflichtangaben und Fristen als Regel: Fehlt eine Information oder ist eine Frist noch offen, wird der Vorgang markiert statt weitergereicht. Die Unterlagen selbst bleiben Ihre Vorlagen, die Ihre Rechtsabteilung freigibt.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Postfächer lesen, Vorgängen zuordnen und mit Entwurf vorlegen kennen wir aus dem eigenen Haus: Dieser Fall sind wir selbst. Bei uns werden Mails gelesen, dem Kundenvorgang zugeordnet und mit Antwortentwurf vorgelegt, Anrufe werden in Vorgänge überführt, Arbeitssitzungen werden automatisch als Aufgaben erfasst, benannt, geschätzt und für die Abrechnung vorbereitet, und nächtliche Prüfungen von Kundensystemen melden nur Abweichungen. Das Servicepostfach mit 600 Mails zu 30.000 Verträgen und die Prüfung von Objektunterlagen gegen den Vertrag folgen demselben Muster: lesen, zuordnen, nur das Abweichende vorlegen, Mensch gibt frei.

Was bei uns schiefging: Die automatische Benennung von Aufgaben war anfangs zu technisch für die Rechnung, daraus wurde die Regel, dass Rechnungstitel in der Sprache des Kunden stehen. Eine nächtliche Prüfung meldete jede Nacht denselben Fehler, bis wir sie von Zuständen auf Änderungen umstellten. Für eine Leasinggesellschaft heißt das: Die Schlussrechnung am Vertragsende nennt Positionen so, wie der Leasingnehmer sie versteht, nicht in Katalogcodes, und ein Händler, dessen Rechnungen immer dieselbe Abweichung zeigen, erscheint einmal mit Ursache, nicht in jedem Vorgang neu.

Fallstudie: unser eigener Betrieb

Preise

Preise für Leasinggesellschaften

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Leasinganträge lesen und Kennzahlen für die Bonitätsentscheidung aufbereiten" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Leasinggesellschaften

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Bilanzen, Kontoauszüge und Fahrzeugscheine unserer Kunden durch eine KI laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft, und Auslagerung und Auftragsverarbeitung geregelt sind. Für Antragsunterlagen, Vertragsdaten und Rückgabeprotokolle bauen wir mit Modellen im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag; keine Kundendaten trainieren ein fremdes Modell. Der Datenfluss je Ablauf ist aufgezeichnet und passt in Ihre Auslagerungsdokumentation und das Verfahrensverzeichnis. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das unsere Leasing-Software oder das Rating-Werkzeug?

Nein. Vertragssystem und Rating bleiben führend; dort entstehen Verträge, Raten, Restwerte und Bonitätsurteile. Unsere Abläufe arbeiten davor und daneben: Sie lesen PDF-Anhänge, Mails und Protokolle, tragen Werte dort ein, wo Ihre Systeme sie erwarten, und legen Abweichungen vor. Angebunden wird über die Schnittstellen und Importformate, die vorgesehen sind. Reicht eine Funktion Ihrer Software, sagen wir das in der Analyse.

Wie läuft die Einführung in der Antragsprüfung?

Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen: zwei Sachbearbeiter aus der Antragsprüfung, jemand aus Vertragsende und Verwertung, der Auslagerungsbeauftragte für einen halben Tag. Der Umbau eines Ablaufs dauert vier bis sechs Wochen. Danach läuft er im Parallelbetrieb: Im ersten Monat prüft der Sachbearbeiter jede erfasste Bilanz gegen das Original, ab dem zweiten nur noch die markierten Positionen. Intern brauchen wir einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben.

Wir sind eine Herstellertochter mit 45 Beschäftigten. Lohnt sich das?

Wenn täglich dutzende Anträge und monatlich hunderte Rückgaben anfallen, kann sich ein einzelner Ablauf auch unter 50 Beschäftigten rechnen, weil die Vertragsmenge zählt, nicht die Kopfzahl. Ohne solche Mengen sagen wir offen, dass ein Umbau zum Festpreis selten lohnt; dann ist der Weg über den Konzern oder den Hersteller, der denselben Ablauf für mehrere Gesellschaften betreibt. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung in zehn Minuten.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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