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Zielgruppe

Stand

Im Schadenbereich geht die Zeit nicht in die Regulierung, sondern in das Zuordnen und Abtippen.

Ein Versicherungsverein mit 600 Mitarbeitern, Sach und Kraftfahrt im Bestand, dazu ein Bestandssystem aus den Nullerjahren, Doxis als Archiv, Camunda für die Vorgänge und ein Sammelpostfach je Schadenteam. Der Schadensachbearbeiter öffnet morgens 80 Mails: Fotos vom Kotflügel, Werkstattrechnungen als PDF, Telefonnotizen aus dem Servicecenter, Gutachten mit vierzig Seiten. Für jede Mail sucht er den Vertrag, prüft, ob die Deckung passt, legt die Akte an und tippt Schadentag, Ort und Höhe ab. Gegen elf beginnt die Arbeit, für die er ausgebildet ist: entscheiden. KI für Versicherungen setzt deshalb nicht bei der Regulierungsentscheidung an, sondern beim Posteingang und bei der Akte: lesen, zuordnen, vorprüfen, vorlegen.

Anfrage

Welcher Ablauf kostet Sie bei Versicherern und Versicherungsvereinen am meisten Zeit?

Beschreiben Sie ihn in drei Sätzen. Wir melden uns am nächsten Werktag mit einer ersten Einschätzung, ob sich KI dort lohnt, und mit einem Terminvorschlag für ein Gespräch von 30 Minuten.

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Versicherern und Versicherungsvereinen lohnen

Regulierung, Underwriting und Bestandspflege sind Entscheidungen. Alles davor ist Lesen, Zuordnen und Übertragen zwischen Postfach, Archiv und Kernsystem. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Schadenmeldungen lesen und der Akte zuordnen

    Sammelpostfächer, Kundenportal, Bestandssystem, Doxis, Camunda

    Ein Schadenteam bekommt am Tag 400 Meldungen aus Mail, Portal und Telefonnotiz, viele davon mit Fotos und ohne Vertragsnummer. Der Ablauf liest jede Meldung, findet den Vertrag über Name, Kennzeichen oder Adresse, prüft die Sparte gegen das gemeldete Ereignis, legt die Schadenakte mit Schadentag, Ort und Beschreibung an und markiert, was nicht passt: kein Vertrag gefunden, Ereignis vor Vertragsbeginn, Dublette zu einer bestehenden Akte. Der Sachbearbeiter sieht eine vorbereitete Akte und entscheidet über Deckung und nächsten Schritt.

  • Schadenrechnungen und Gutachten prüfen

    Guidewire ClaimCenter, Doxis, Bedingungswerke, Kalkulationsdaten, Excel

    Zu einem Kraftfahrtschaden kommen Werkstattrechnung, Gutachten und Kostenvoranschlag, zusammen sechzig Seiten je Fall, mehrere hundert Fälle am Tag. Der Ablauf liest die Positionen, vergleicht sie mit Gutachten und Kalkulationsdaten, prüft Selbstbeteiligung, Ausschlüsse und Höchstgrenzen aus den Bedingungen des Vertrags und legt dem Sachbearbeiter eine Prüfliste vor: welche Positionen gedeckt sind, wo Beträge voneinander abweichen, was doppelt berechnet wurde. Die Zahlung gibt der Sachbearbeiter frei; der Ablauf zahlt nichts aus.

  • Vermittlerpost in den Bestand übertragen

    BiPRO-Services, Vermittlerportal, Bestandssystem, Camunda, Scanstrecke

    Von 2.000 angebundenen Vermittlern kommen Anträge, Änderungen und Rückfragen zum Teil über BiPRO, zum Teil als PDF, Fax und Mail. Der Ablauf liest die unstrukturierten Eingänge, erkennt Antragsart, Versicherungsnehmer und Risikodaten, trägt sie als Geschäftsvorfall in das Bestandssystem ein und erzeugt die Rückfrage an den Vermittler, wenn Angaben fehlen oder Unterschriften nicht passen. Was vollständig ist, wird dem Antragsbearbeiter zur Policierung vorgelegt; was unvollständig ist, geht erst nach seiner Freigabe an den Vermittler zurück.

  • Vertragsänderungen aus Kundenpost erkennen und vorbereiten

    Microsoft 365, Kundenportal, Bestandssystem, Camunda

    In einem Bestand mit 800.000 Verträgen gehen wöchentlich Tausende Mails ein, in denen Kunden umziehen, ein neues Fahrzeug melden, die Bankverbindung ändern oder kündigen wollen. Der Ablauf erkennt den Geschäftsvorfall, liest die neuen Daten, prüft sie gegen den Bestand und gegen Plausibilität (IBAN-Prüfziffer, Adresse, Fahrzeugdaten) und legt den Vorgang mit Antwortentwurf an. Was eindeutig ist, bestätigt der Sachbearbeiter stapelweise; Kündigungen und alles mit Widerspruch gehen einzeln und mit Hinweis zu ihm.

  • Bedingungswerke versionsübergreifend vergleichen

    Produktdatenbank, Doxis, SharePoint, Vertriebsportal

    Ein Versicherer mit 30 Produkten und zwanzig Jahren Bedingungsgeschichte hat zu jedem Produkt ein Dutzend Fassungen, und Service und Vertrieb müssen wissen, was für welchen Vertrag gilt. Der Ablauf liest alle Fassungen, legt Klausel neben Klausel, markiert Änderungen in Deckung, Ausschlüssen und Fristen und schreibt je Produkt eine Übersicht für Service und Vertrieb mit Fundstelle. Jede Zusammenfassung prüft die Produktabteilung, bevor sie im Portal steht.

Systeme

Typische Systeme bei Versicherern und Versicherungsvereinen

Ein Kernsystem für Bestand und Schaden, darum herum Archiv, Prozessplattform, Vermittleranbindung und Postfächer. An den Übergängen entsteht die Handarbeit.

Systemvernetzung im Detail

  • Bestand und SchadenGuidewire, msg.Insurance Suite, Faktor Zehn, adesso in|sure, SAP for Insurance
  • Prozesse und DokumenteCamunda, Doxis, SharePoint, Scanstrecken, Posteingangsverarbeitung
  • Vermittler und NormenBiPRO-Services, GDV-Datensatz, Vermittlerportale, Maklerpostfächer
  • KommunikationMicrosoft 365, Exchange, Kundenportal, Servicecenter-Telefonie
  • Auswertung und BerichteSAP, Data Warehouse, Power BI, Excel

Einwände

Was bei Versicherern und Versicherungsvereinen besonders zählt

Was Versicherer zuerst einwenden, meist aus Compliance und IT, und was wir darauf antworten.

  • VAIT und MaGo verlangen Nachvollziehbarkeit jeder Anwendung. Jeder Ablauf kommt mit Dokumentation seiner Regeln, seines Datenflusses und seiner Schnittstellen, mit Protokoll jeder Entscheidung und jeder Freigabe und mit einem Verantwortlichen auf Ihrer Seite. Das ist das Material, das Ihr Informationsrisikomanagement für die Bewertung braucht, und wir liefern es, bevor der Ablauf produktiv geht.
  • DORA verlangt Verträge und Register für IKT-Dienstleister. Wir sind ein IKT-Drittdienstleister im Sinne von DORA und wissen das. Die vertraglichen Mindestinhalte, Ausstiegsregelung, Prüfrechte und die Angaben für Ihr Informationsregister liefern wir mit; der Ablauf gehört Ihnen und ist so dokumentiert, dass ein anderer Dienstleister ihn weiterbetreiben kann.
  • Der EU AI Act stuft Risikoprüfung und Preisbildung als Hochrisiko ein. Richtig, für Lebens- und Krankenversicherung. Deshalb bauen wir dort nicht: keine Risikobewertung, kein Pricing, keine Entscheidung über Annahme oder Leistung. Unsere Abläufe lesen, ordnen zu, prüfen Belege gegen Bedingungen und legen vor. Die Entscheidung trifft der Sachbearbeiter, und das Protokoll zeigt es.
  • Gesundheitsdaten und automatisierte Einzelentscheidungen. Wo Gesundheitsdaten im Spiel sind, läuft das Modell im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und keine Daten trainieren ein fremdes Modell. Eine automatisierte Entscheidung mit Rechtswirkung gibt es nicht: jeder Vorgang endet in einer Vorlage, über die ein Mensch entscheidet, und der Weg dahin ist dokumentiert.
  • Das Kernsystem ist zwanzig Jahre alt und niemand fasst es an. Das müssen wir auch nicht. Wir arbeiten über die Schnittstellen, Importformate und Vorgangsplattformen, die es gibt, und legen den Ablauf davor. Das Kernsystem bekommt vollständige Geschäftsvorfälle statt unsortierter Post, und jede Übergabe ist protokolliert, sodass Ihre IT jederzeit sieht, was hineingeschrieben wurde.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Der Mechanismus hinter dem Schadenposteingang ist uns vertraut. Für einen europäischen Technologie-Distributor mit rund 2.000 Mitarbeitern und zwölf Standorten ordnet ein Ablauf die Anfragen aus einem Sammelpostfach automatisch nach Markt und Land zu und übergibt sie in NetSuite an die richtigen Menschen; dazu beantwortet eine Wissensdatenbank aus der eigenen Dokumentation Fragen in fünf Sprachen mit Quellenangabe und übergibt an Menschen, wenn sie nicht sicher ist.

Was dort schiefging: Die Routing-Regeln für Grenzfälle mussten zweimal nachgezogen werden, und die Wissensdatenbank antwortete anfangs zu ausführlich. Bei einem Versicherer wären die Grenzfälle die Meldungen ohne Vertragsnummer und die Dubletten zu bestehenden Akten, und die Regel dafür steht am Anfang des Projekts, nicht am Ende.

Fallstudie: Anfragen in fünf Sprachen

Preise

Preise für Versicherungsunternehmen und Versicherungsvereine

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Schadenmeldungen lesen und der Akte zuordnen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Versicherern und Versicherungsvereinen

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Schadenakten mit Gesundheitsdaten durch eine KI laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft, und das vertraglich geregelt ist. Für Schaden- und Antragsdaten bauen wir mit Modellen im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell, und der Datenfluss je Ablauf ist dokumentiert, so wie VAIT und DORA es brauchen. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das Guidewire oder unsere Posteingangsverarbeitung?

Nein. Das Kernsystem bleibt das Kernsystem, und eine vorhandene Klassifikation im Posteingang bleibt, wenn sie gut arbeitet. Unsere Abläufe übernehmen das, was heute dazwischen von Hand passiert: den Vertrag zur Meldung finden, Rechnungen gegen Bedingungen prüfen, Vermittlerpost in Geschäftsvorfälle übersetzen. Wo ein vorhandenes Werkzeug reicht, sagen wir das in der Analyse.

Was ist mit einem Versicherungsverein mit 120 Mitarbeitern?

Oberhalb von etwa 50 Mitarbeitern und mit mehreren hundert Schadenmeldungen in der Woche rechnet sich ein Ablauf meist. Darunter lohnt sich der Blick auf den Verbund: mehrere kleine Vereine mit demselben Bestandssystem können denselben Ablauf gemeinsam betreiben. Eine erste Einschätzung gibt der Potenzial-Check in zehn Minuten.

Wie viel Aufwand entsteht bei Compliance und IT im Haus?

Die Analyse braucht drei Tage mit Schadenbearbeitung, IT und einem Ansprechpartner aus Compliance oder Datenschutz. Im Umbau brauchen wir eine Person, die Regeln bestätigt und Zugänge freigibt. Die Unterlagen für Auslagerungsprüfung und Informationsregister liefern wir mit; die Einführung läuft zwei bis vier Wochen im Parallelbetrieb, in dem der Sachbearbeiter jeden Vorschlag sieht, bevor er greift.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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