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Zielgruppe

Stand

In der Gießerei liegt die Zeit nicht am Ofen, sondern in der Zeugnismappe zu jeder Lieferung.

Eine Eisengießerei mit 350 Mitarbeitern, zwei Schmelzlinien und 1.800 aktiven Gussteilen für Maschinen- und Fahrzeugbauer: proALPHA als ERP, Hydra als MES, Babtec für die Qualität, ein Spektrometer mit eigener Software und ein Schrank voller Kundenmodelle. Zu jeder Lieferung gehört eine Zeugnismappe: Spektralanalyse der Schmelze, Zugversuch, Härte, Gefüge, alles aus verschiedenen Systemen und Ausdrucken, von einer Mitarbeiterin der Qualitätssicherung je Charge zusammengesucht und als Abnahmeprüfzeugnis 3.1 gestempelt. Daneben liegen Anfragen mit Zeichnungen, bei denen der Vertrieb Modellkosten schätzt, und Reklamationen, zu denen jemand Prozessdaten aus drei Schichten zusammensucht. KI für Gießereien setzt deshalb bei den Daten an, die schon da sind: Chargen, Prüfwerte und Zeichnungen zusammenführen, bevor jemand sie abtippt.

Anfrage

Welcher Ablauf kostet Sie bei Gießereien am meisten Zeit?

Beschreiben Sie ihn in drei Sätzen. Wir melden uns am nächsten Werktag mit einer ersten Einschätzung, ob sich KI dort lohnt, und mit einem Terminvorschlag für ein Gespräch von 30 Minuten.

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Gießereien lohnen

Schmelzen, Formen und Prüfen beherrschen Sie. Was Zeit kostet, ist das Zuordnen von Werten zu Chargen und Chargen zu Lieferungen. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Schmelzprotokolle und Prüfwerte zu Werkstoffzeugnissen zusammenführen

    Spektrometer-Software, Babtec, CAQ.Net, proALPHA, SAP S/4HANA

    Bei 4.000 Lieferungen im Jahr entsteht je Charge ein Werkstoffzeugnis nach EN 10204, und die Werte stehen in vier Quellen: Spektralanalyse im Schmelzbetrieb, Zug- und Härteprüfung im CAQ, Gefügebefund als PDF, Lieferschein im ERP. Der Ablauf ordnet Schmelzcharge, Gussteil, Auftrag und Prüfwerte einander zu, stellt das Zeugnis im Format des Kunden zusammen, prüft die Werte gegen die Werkstoffnorm und die Kundenspezifikation und markiert, was fehlt oder außerhalb liegt. Die Qualitätssicherung prüft die markierten Fälle und gibt frei; erst dann geht das Zeugnis mit der Lieferung.

  • Gussanfragen prüfen und Modellkosten kalkulieren

    Vertriebspostfach, CAD-Viewer, proALPHA, Magmasoft

    Im Monat kommen 60 Anfragen mit Zeichnung, Werkstoffangabe und Stückzahl, oft als STEP-Datei und PDF im Anhang. Der Ablauf liest Zeichnung und Anfragetext, erkennt Werkstoff, Gewicht, Wandstärken, Toleranzen und geforderte Prüfungen, sucht ähnliche Teile aus den letzten Jahren mit deren Modellkosten und Ausschussquote und legt dem Vertrieb eine Kalkulationsvorlage mit Vergleichsteilen vor. Was von Ihren Fertigungsgrenzen abweicht, etwa Mindestwandstärke oder Werkstoff ohne Freigabe, markiert er. Angebot und Preis bestimmt der Vertrieb.

  • Energieverbräuche und Emissionsdaten für Berichtspflichten zusammenstellen

    Hydra, Energiezähler, Quentic, Excel, SAP S/4HANA

    Für Energieaudit, Emissionsberichte nach BImSchG-Genehmigung, Kundenfragebögen zum CO2-Fußabdruck und den Nachhaltigkeitsbericht braucht die Gießerei dieselben Zahlen in anderer Gliederung: Strom und Gas je Ofen, je Tonne Gutguss, je Monat, je Produkt. Der Ablauf liest Zähler, MES und Produktionsmengen, rechnet die Kennzahlen nach den hinterlegten Formeln, prüft sie auf Sprünge gegenüber den Vormonaten und füllt die Berichtsvorlagen vor. Der Energiemanager prüft Auffälligkeiten und gibt frei; jede Zahl trägt ihre Quelle und ihren Rechenweg.

  • Reklamationen dokumentieren und 8D-Reports vorbereiten

    Babtec, Hydra, Kundenportale, Fotos aus der Prüfung

    Eine Reklamation vom Fahrzeugbauer bringt Fotos des Gussfehlers, eine Chargennummer und eine Frist für den 8D-Report. Der Ablauf ordnet die Charge der Schmelze, der Form, der Schicht und den Prüfwerten zu, holt Prozessdaten aus dem MES, sucht frühere Reklamationen mit demselben Fehlerbild und füllt den 8D-Bericht in den Schritten D1 bis D4 vor: Team, Problembeschreibung, Sofortmaßnahmen, Faktenlage. Ursachenanalyse und Maßnahmen schreibt die Qualitätssicherung; der Ablauf legt ihr die Daten geordnet hin statt in zwölf Mails.

  • Modellbestand und Lagerorte der Kundenmodelle verwalten

    proALPHA, Lagerverwaltung, Excel, Kundenpostfach

    In den Modellhallen stehen 6.000 Modelle und Kernkästen, Eigentum der Kunden, zum Teil seit zwanzig Jahren ohne Abruf. Der Ablauf führt Modellnummer, Lagerort, letzten Abruf, Zustand aus der Prüfung und Vertragsstand zusammen, erkennt Modelle ohne Bewegung und ohne Lagerkostenvereinbarung und bereitet je Kunde ein Schreiben vor: Bestand, Zustand, Vorschlag für Lagerkosten oder Verschrottung. Der Vertrieb prüft und sendet. Die Halle wird zum Bestand mit Zahlen statt zum Schrank, in dem niemand aufräumt.

Systeme

Typische Systeme bei Gießereien

Das ERP trägt Auftrag und Lieferung, das MES die Schicht, das CAQ die Prüfung, und das Spektrometer hat seine eigene Welt. Zwischen diesen vier entsteht die Handarbeit.

Systemvernetzung im Detail

  • ERPSAP S/4HANA, proALPHA, abas, Infor
  • Fertigung und SchichtHydra, Betriebsdatenerfassung, Energiezähler mit Schnittstelle
  • QualitätBabtec, CAQ.Net, Spektrometer-Software, Prüfmaschinen-Exporte
  • Simulation und KonstruktionMagmasoft, ProCAST, CAD-Viewer, STEP- und PDF-Zeichnungen
  • Umwelt und ArbeitsschutzQuentic, Energiemanagement nach ISO 50001, Excel
  • KommunikationMicrosoft 365, Exchange, Kundenportale der Großkunden

Einwände

Was bei Gießereien besonders zählt

Die Einwände, die in Gießereien zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Werkstoffzeugnisse nach EN 10204 müssen stimmen, Zuordnungsfehler haften. Darum stellt der Ablauf zusammen und ein Mensch bescheinigt. Jeder Wert im Zeugnis trägt Charge, Prüfgerät und Zeitpunkt, und das Protokoll zeigt, wer freigegeben hat. Eine Zuordnung, die der Ablauf aus den Systemen zieht, ist nachprüfbarer als eine, die aus Ausdrucken abgetippt wurde.
  • CSRD und Energieeffizienzgesetz verlangen belastbare Verbrauchsdaten. Belastbar heißt: nachvollziehbar bis zum Zähler. Der Ablauf rechnet nicht frei, sondern nach den Formeln, die Ihr Energiemanager festlegt, und jede Kennzahl trägt Quelle und Rechenweg. Sprünge gegenüber dem Vormonat werden gemeldet, nicht geglättet. Der Bericht entsteht aus denselben Zahlen, die im Audit vorgelegt werden.
  • Immissionsschutzauflagen mit dokumentierten Messwerten. Messwerte bleiben, wo sie entstehen. Der Ablauf liest sie, stellt sie für Behördenberichte zusammen und meldet Überschreitungen und fehlende Messungen. Was er nicht tut: Werte verändern. Jede Zusammenstellung ist protokolliert, und der Umweltbeauftragte gibt frei, bevor etwas das Haus verlässt.
  • Großkunden schicken Lieferkettengesetz-Fragebögen. Dieselben Fragen in anderer Reihenfolge, je Kunde ein eigenes Portal. Der Ablauf liest den Fragebogen, ordnet ihn Ihren bereits belegten Antworten zu, füllt vor, was belegt ist, und markiert, was neu ist. Die Fachabteilung bearbeitet die Lücken statt des ganzen Bogens.
  • Betriebsrat nach § 87 BetrVG bei Auswertung von Schichtdaten. Zu Recht. Abläufe, die Schichtdaten lesen, etwa für Energie oder Reklamationen, werten nach Charge und Anlage aus, nicht nach Person, und das steht in der Beschreibung des Ablaufs, die dem Betriebsrat vorliegt. Wir unterstützen Sie bei der Vorlage, die Mitbestimmung bleibt bei Ihnen.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Das Zusammenführen großer technischer Datenbestände aus mehreren Quellen mit Prüfschritten kennen wir aus dem Ersatzteilhandel: Für einen unabhängigen Händler für Industrie-Ersatzteile mit rund 50 Mitarbeitern laufen Millionen Teile von 2.226 Herstellern durch einen Ablauf, der Herstellertexte mit Faktenanker recherchiert, elf Qualitätsprüfungen durchläuft und bei Fehlern bitgleich zurückrollt. Rollout waren zehn Hersteller je Woche, mit Wochenbericht und Stoppschalter. Zeugnisse aus Charge, Prüfwert und Lieferschein zusammenzusetzen ist derselbe Mechanismus mit anderen Feldern.

Was dort schiefging: Die ersten Texte nannten veraltete Konzernzugehörigkeiten, seither gilt die Regel, dass eine Angabe nur mit Datum und Quelle in den Bestand kommt. Und eine Prüfung auf Umlaute fehlte in der ersten Woche. Für eine Gießerei heißt das: Jeder Prüfwert im Zeugnis trägt Gerät und Zeitstempel, und die Prüfschritte für Werkstoffgrenzen und Kundenspezifikationen werden in der ersten Woche mit echten Chargen gegen die Zeugnisse geprüft, die Ihre Qualitätssicherung von Hand erstellt hat.

Fallstudie: Produktdaten in Millionenmenge

Preise

Preise für Gießereien

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Schmelzprotokolle und Prüfwerte zu Werkstoffzeugnissen zusammenführen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Gießereien

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Prozess- und Kundendaten durch ein KI-Modell laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft. Kundenzeichnungen und Schmelzrezepte sind Geheimnisse, deshalb bauen wir Abläufe mit solchen Daten mit Modellen auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag. Keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Für Abläufe ohne Geheimnisbezug, etwa Fragebögen, kann ein Cloud-Modell reichen. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das Babtec oder unser CAQ?

Nein. Prüfpläne, Messwerte und Freigaben bleiben im CAQ, das ist dafür gebaut. Der Ablauf setzt daneben an: Er holt Werte aus Spektrometer, MES und ERP zusammen, die das CAQ nicht alle kennt, formatiert Zeugnisse nach Kundenwunsch und füllt 8D-Berichte vor. Wo eine Funktion in Babtec oder CAQ.Net schon reicht, sagen wir das in der Analyse und bauen nichts daneben.

Wie viel Zeit bindet das in der Qualitätssicherung?

Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Zeugnisse heute erstellen: jemand aus der Qualitätssicherung, jemand aus dem Schmelzbetrieb, jemand aus der IT für die Zugänge. Im Umbau braucht es einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben. In den ersten zwei Wochen laufen handgemachte und vorbereitete Zeugnisse parallel; danach prüft die Qualitätssicherung nur noch die markierten Chargen.

Lohnt sich das für eine Gießerei mit 60 Mitarbeitern?

Wenn Zeugnisse in großer Zahl entstehen, oft ja; die Menge an Lieferungen zählt mehr als die Zahl der Mitarbeiter. Unter etwa 50 Mitarbeitern und wenigen hundert Lieferungen im Jahr rechnet sich ein Umbau zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Dann lohnt der Blick auf eine Unternehmensgruppe, die denselben Ablauf für mehrere Werke betreibt. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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