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Zielgruppe

Stand

In der Beratung geht die Nacht nicht ins Urteil, sondern in 40 Interviewprotokolle und eine Themenmatrix.

Eine Beratung mit 180 Beratern, Schwerpunkt Organisation und Restrukturierung, drei Büros: Microsoft 365 und Teams, PowerPoint mit think-cell, Power BI, Salesforce für die Kunden, Projektron für Zeiten und Rechnungen, Confluence für das, was vom letzten Projekt übrig blieb. Ein Projekt beim Kunden hat 40 Interviews hinter sich, jedes protokolliert in Word, dazu drei Workshops auf Miro-Boards und ein Fragebogen mit 300 Antworten. Ein Junior Consultant sitzt drei Nächte daran, Aussagen zu lesen, Themen zu finden, Zitate zu kopieren und eine Matrix zu bauen, aus der der Partner am Freitag die Storyline macht. Parallel bereinigt eine Kollegin den ERP-Export des Kunden, in dem derselbe Lieferant in vier Schreibweisen steht. KI für Unternehmensberater fängt deshalb nicht bei der Strategie an, sondern bei Protokollen, Exporten und Angeboten: lesen, ordnen, bereinigen, und dem Berater vorlegen, worüber er urteilen soll.

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Unternehmensberatungen lohnen

Das Produkt einer Beratung ist das Urteil des Partners. Was davor liegt, ist Lesen, Clustern, Bereinigen und Formatieren, meist nachts. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Interviews und Workshopnotizen zusammenführen und clustern

    Word, Teams-Transkripte, Miro, Excel, PowerPoint

    40 Interviewprotokolle, drei Workshop-Boards und 300 Fragebogenantworten eines Projekts. Der Ablauf liest alles, zerlegt es in einzelne Aussagen, ordnet jede Aussage Quelle, Rolle und Bereich zu, bildet Themencluster entlang Ihrer Hypothesen oder offen, zählt, wie oft und von wem ein Thema kommt, und legt je Thema die drei tragfähigsten Zitate mit Fundstelle bereit. Widersprüche zwischen Hierarchieebenen markiert er. Der Berater bekommt eine Matrix mit Belegen statt einer leeren Folie. Was Thema wird und in die Storyline kommt, entscheidet er; der Ablauf hält fest, welche Aussagen ungenutzt blieben.

  • Kundendaten bereinigen und für die Analyse vereinheitlichen

    ERP-Exporte, CRM-Exporte, Excel, Power BI, Tableau

    Der Kunde liefert 600.000 Zeilen aus SAP, 40.000 Kontakte aus dem CRM und zwölf Excel-Listen der Fachbereiche, mit Lieferanten in vier Schreibweisen, Datumsformaten aus drei Ländern und Kostenstellen, die es seit 2021 nicht mehr gibt. Der Ablauf erkennt Dubletten, vereinheitlicht Formate, Einheiten und Währungen, ordnet Konten und Stellen Ihren Analysekategorien zu und legt alle Eingriffe als Regel offen, je Zeile nachvollziehbar und rückholbar. Was er nicht sicher zuordnen kann, geht als Frage an den Kunden. Der Berater prüft die Regeln, nicht die Zeilen, und gibt den Datensatz für Power BI frei.

  • Ausschreibungen bewerten und Angebote zusammenstellen

    Vergabeportale, Sammelpostfach, Salesforce, Referenzdatenbank, PowerPoint

    Im Monat kommen 25 Angebotsanfragen und Ausschreibungen: öffentliche Vergaben mit 80 Seiten Unterlagen, Kurzanfragen von Bestandskunden, Abrufe aus Rahmenverträgen. Der Ablauf liest die Unterlagen, zieht Leistungsumfang, Eignungskriterien, Fristen, Budgethinweise und Bewertungsmatrix heraus, prüft die Passung gegen Ihre Praxisfelder und freien Kapazitäten, wählt Referenzen und Lebensläufe aus der Datenbank und baut den Angebotsentwurf aus Ihren Bausteinen. Die Partnerrunde bekommt eine Empfehlung mit Begründung und entscheidet. Preis, Team und Zusagen setzt sie selbst; der Ablauf markiert nur, wo die Unterlagen etwas fordern, das der Entwurf nicht enthält.

  • Berichte und Präsentationen aus Analyseergebnissen vorformulieren

    PowerPoint, think-cell, Power BI, Word, Confluence

    Ein Zwischenbericht hat 60 Folien, deren Zahlen aus Power BI, Excel und der Interviewmatrix stammen und sich bis zur Abgabe dreimal ändern. Der Ablauf baut die Folien aus Ihren Vorlagen, füllt Diagramme und Tabellen aus den freigegebenen Datenquellen, formuliert Handlungstitel und Erläuterungstexte als Entwurf im Stil des Hauses und prüft bei jeder Änderung, ob dieselbe Zahl auf allen Folien gleich steht. Abweichungen zwischen Text und Diagramm markiert er. Die Aussage auf der Folie bleibt die des Beraters; er schreibt die Empfehlung und gibt den Bericht frei.

  • Projektzeiten, Reisekosten und Rechnungen abgleichen

    Projektron BCS, Vertec, awork, DATEV, Excel

    Am Monatsende stehen 180 Berater mit Zeiten auf 60 Projekten, dazu Reisekosten, Spesen und Rechnungen, jedes Projekt mit anderen Vertragsbedingungen: Tagessatz, Festpreis, Budgetdeckel, Reisekosten pauschal oder nach Beleg. Der Ablauf führt Zeiten, Belege und Rechnungsentwürfe je Projekt zusammen, gleicht sie mit dem Vertrag ab und markiert, was nicht passt: Buchungen über Budget, Reisekosten ohne Beleg, Berater ohne Freigabe für das Projekt, Positionen in einer Sprache, die der Kunde nicht versteht. Der Projektleiter korrigiert, die Buchhaltung stellt die Rechnung. Abgerechnet wird, was bestätigt ist.

Systeme

Typische Systeme bei Unternehmensberatungen

Microsoft 365 ist die Werkbank, dazu CRM, Projektabrechnung, Analysewerkzeuge und das, was der Kunde liefert. Dazwischen sitzt der Junior Consultant.

Systemvernetzung im Detail

  • ArbeitsplatzMicrosoft 365, Teams, PowerPoint mit think-cell, Miro
  • AnalysePower BI, Tableau, Excel, Python-Skripte
  • VertriebSalesforce, HubSpot, Vergabeportale
  • Projekt und AbrechnungProjektron BCS, Vertec, awork, DATEV
  • WissenConfluence, SharePoint, Referenzdatenbanken
  • Beim KundenSAP, Microsoft Dynamics, Exporte als Excel und CSV

Einwände

Was bei Unternehmensberatungen besonders zählt

Die Einwände, die in Beratungen zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Kunden. Fast jede Vereinbarung regelt, wohin Daten dürfen; der Ablauf hält sich daran, weil Sie je Projekt festlegen, wo das Modell läuft: auf Rechnern im Haus, auf EU-Servern oder bei einem Anbieter unter Auftragsverarbeitungsvertrag. Keine Kundendaten trainieren ein fremdes Modell, und der Datenfluss steht je Ablauf in einem Dokument, das Sie dem Kunden zeigen können.
  • Beratung verkauft Urteilskraft. Und genau die soll frei werden. Die Abläufe hier nehmen Recherche, Formatierung, Bereinigung und Abgleich, also die Stunden, die ein Partner nie sieht und ein Kunde nie bezahlt. Hypothese, Storyline und Empfehlung bleiben beim Berater, und der Ablauf dokumentiert, welche Aussagen und Zahlen er dafür geliefert hat.
  • Wir beraten selbst zu KI und wollen keine Abhängigkeit. Alles, was wir bauen, liegt in Ihren Systemen, mit Dokumentation, Regeln und Quellcode, so dass Ihr eigenes Team oder ein anderer Dienstleister es übernehmen kann. Die Begleitung ist monatlich kündbar. Manche Beratung lässt den eigenen Betrieb umbauen, um Kunden zeigen zu können, wie es aussieht, wenn es läuft.
  • Wir rechnen nach Tagessätzen ab. Dann verschiebt ein Umbau Stunden von unbezahlter Nachtarbeit zu Arbeit, die ein Kunde sieht: mehr Interviews im selben Budget, ein Datenraum, der am dritten Tag analysierbar ist, ein Angebot mehr pro Monat. Die Analyse rechnet das je Ablauf durch und sagt auch, wo sich nichts verschiebt.
  • Mitarbeiterdaten des Kunden in Restrukturierungsprojekten. Personaldaten in Organisationsprojekten unterliegen dem Beschäftigtendatenschutz und oft dem Betriebsrat des Kunden. Der Ablauf verarbeitet sie nur im Haus oder auf EU-Servern, pseudonymisiert nach Ihren Regeln, und protokolliert jeden Zugriff; die Auswertung bleibt auf der Ebene, die mit dem Kunden vereinbart ist. Was der Betriebsrat fragen wird, steht in unserem Leitfaden.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Ein Dienstleister, der nach Aufwand abrechnet, hat dasselbe Monatsende. Dieser Fall sind wir selbst: Arbeitssitzungen werden automatisch als Aufgaben erfasst, benannt, geschätzt und für die Abrechnung vorbereitet, Mails werden gelesen, zugeordnet und mit Antwortentwurf vorgelegt, Anrufe werden zu Vorgängen, und nächtliche Prüfungen von Kundensystemen melden nur Abweichungen. Mit 180 Beratern ist das größer, die Mechanik ist dieselbe.

Schiefgegangen ist bei uns die Benennung der Aufgaben: zu technisch für die Rechnung, bis die Regel kam, dass Rechnungstitel in der Sprache des Kunden stehen. In einer Beratung ist das die Position auf der Rechnung, die der Einkauf des Kunden versteht, und das Zitat in der Matrix, das der Vorstand wiedererkennt.

Fallstudie: unser eigener Betrieb

Preise

Preise für Unternehmensberatungen

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Interviews und Workshopnotizen zusammenführen und clustern" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Unternehmensberatungen

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Kundendaten aus einem Projekt durch eine KI laufen?

Das regelt die Vertraulichkeitsvereinbarung des Projekts, und der Ablauf richtet sich danach, je Projekt einzeln. Interviewprotokolle und ERP-Exporte laufen auf Modellen im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, pseudonymisiert, wo der Kunde es verlangt, und keine Daten trainieren ein fremdes Modell. Welche Daten je Ablauf wohin fließen, steht unter Datensouveränität.

Ersetzt das Power BI oder unsere eigenen KI-Werkzeuge?

Nein. Power BI und Tableau bleiben die Analysewerkzeuge, Ihre Chat-Werkzeuge bleiben für die Einzelfrage am Schreibtisch. Der Ablauf ist etwas anderes: Er läuft ohne Prompt, in Menge, mit Regeln und Protokoll, und liefert den bereinigten Datensatz oder die Matrix, bevor jemand fragt. Wo ein Chatfenster reicht, sagen wir das in der Analyse.

Wie viel Zeit kostet das die Partner?

Die Analyse braucht drei Tage mit zwei Beratern, die die Arbeit heute machen, einem Projektleiter und einem Partner für zwei Stunden am Tag. Der Umbau braucht einen Ansprechpartner für Vorlagen, Regeln und Freigaben, meist ein Senior Consultant. Beim ersten Projekt läuft der Ablauf parallel zur Handarbeit; danach prüfen die Berater nur noch, was er markiert.

Wir sind eine Boutique mit 20 Beratern. Rechnet sich das?

Unter etwa 50 Mitarbeitern rechnet sich ein eigener Umbau zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Ausnahme ist die Boutique mit einem Ablauf in großer Menge, etwa Datenbereinigung in jedem Projekt oder 30 Angebote im Monat. Sonst lohnt sich ein Ablauf, den mehrere Boutiquen in einem Netzwerk gemeinsam betreiben. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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