Zielgruppe
Bei Stadtwerken kommt die Jahresabrechnung einmal im Jahr, die Rückfragen dazu drei Wochen lang im Minutentakt.
Stadtwerke einer Stadt mit 90.000 Einwohnern: 420 Beschäftigte, 120.000 Zählpunkte in Strom, Gas, Wasser und Wärme, Abrechnung in SAP IS-U, Netzdokumentation in Lovion, Akten in d.3ecm, ein Kundenportal und ein Netzanschlussportal, dazu Mail und Telefon. Im Februar gehen die Jahresabrechnungen hinaus, und in den drei Wochen danach landen 9.000 Rückfragen im Kundenservice: Abschlag zu hoch, Zählerstand falsch, Umzug nicht berücksichtigt, Preisanpassung nicht verstanden. Zwölf Menschen beantworten sie, jeder Fall beginnt mit dem Blick in das Abrechnungssystem. Im Netz liegen zur selben Zeit 300 Netzanschlussbegehren für PV-Anlagen und Wallboxen im Monat, die ein Techniker auf Vollständigkeit prüft, bevor er rechnen kann. KI für Stadtwerke beginnt bei diesen beiden Postfächern: nachsehen, vorformulieren, vervollständigen, und der Sachbearbeiter gibt frei.
Anfrage
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Abläufe
Fünf Abläufe, die sich bei Stadtwerken und Energieversorgern lohnen
Energie liefern ist Technik, Energie abrechnen ist Kommunikation in Menge, mit Regeln aus EnWG, Marktkommunikation und Preisblatt. Dort liegt die Arbeit, die Kundenservice und Netz heute von Hand machen. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.
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Rechnungs- und Umzugsrückfragen nachsehen und beantworten
SAP IS-U, Kundenportal, Sammelpostfach, Telefonnotizen
9.000 Rückfragen in drei Wochen nach der Jahresabrechnung, danach 800 bis 1.200 im Monat. Der Ablauf liest die Anfrage, findet Vertragskonto und Zählpunkt, sieht im Abrechnungssystem Zählerstände, Abschläge, Vertragsdaten und die letzte Preisanpassung nach und entwirft die Antwort mit den Zahlen des Falls: wie sich der Abschlag berechnet, warum der Umzug in der Rechnung fehlt, was das Preisblatt sagt. Widersprüche gegen Preisanpassungen und Fälle mit Zahlungsrückstand sind markiert. Der Kundenservice gibt frei, gesendet wird mit Vorgangsnummer.
Vertrieb und KommunikationLeistung -
Netzanschlussbegehren für PV-Anlagen und Wallboxen prüfen
Netzanschlussportal, Lovion, GIS, Postfach
300 Anschlussbegehren im Monat, ein Drittel ohne Lageplan, Datenblatt des Wechselrichters oder Unterschrift des Anschlussnehmers. Der Ablauf liest Antrag und Anlagen, prüft gegen Ihre Unterlagenliste und die technischen Anschlussbedingungen, liest Anlagenleistung, Einspeiseart und Anschlusspunkt aus, legt den Vorgang mit Adresse und Zählpunkt an und entwirft die Nachforderung oder die Eingangsbestätigung mit Frist. Vollständige Anträge gehen mit den ausgelesenen Daten an die Netzberechnung. Die Anschlusszusage und das Angebot erstellt weiterhin der Netztechniker.
Werkzeuge, die zu Ihnen passenLeistung -
Klärfälle der Marktkommunikation bearbeiten
SAP IS-U, Schleupen.CS, Klärlisten, Marktpartnerkommunikation
Aus Lieferantenwechseln, Stammdatenänderungen und Messwertübermittlungen nach GPKE und GeLi Gas entstehen bei einem Versorger dieser Größe wöchentlich einige hundert Klärfälle: abgelehnte Anmeldungen, fehlende Zählpunktbezeichnungen, Fristüberschreitungen. Der Ablauf liest Fehlercode und Nachricht, ordnet den Fall dem Vertrag und dem Marktpartner zu, erkennt die Ursache nach Ihrem Fehlerkatalog, schlägt die Korrektur vor und entwirft die Rückfrage an Netzbetreiber oder Lieferanten. Fälle mit unbekanntem Muster werden gesammelt vorgelegt. Die Korrektur im System führt die Sachbearbeiterin aus.
Daten in Ordnung bringenLeistung -
Zählerstände erfassen und Abweichungen vorlegen
Kundenportal, Ablesekarten, SAP IS-U, Smart-Meter-Gateway-Daten
Zur Jahresablesung melden 60.000 Kunden ihren Stand per Portal, Karte, Mail und Foto, der Rest wird geschätzt oder gelesen. Der Ablauf liest Karten und Fotos aus, ordnet den Stand dem Zähler zu, prüft gegen den Vorjahresverbrauch und das Verbrauchsprofil, erkennt Zahlendreher, vertauschte Zähler bei Doppeltarif und Rückläufe und legt nur die Abweichungen über Ihrer Schwelle zur Prüfung vor, mit Vorschlag, was wahrscheinlich gemeint war. Plausible Stände gehen gesammelt zur Übernahme. Was in die Abrechnung geht, bestätigt der Ableseservice.
Daten in Ordnung bringenLeistung -
Berichte für Aufsichtsrat und Regulierung zusammenstellen
SAP, Kisters BelVis, Excel, Word
Quartalsbericht an den Aufsichtsrat, Meldungen an die Bundesnetzagentur, Monitoring-Abfragen, Berichte an den Gesellschafter: jeder braucht Zahlen aus Abrechnung, Netz, Energiedaten und Finanzbuchhaltung in eigener Gliederung. Der Ablauf zieht die Werte aus den Quellsystemen, prüft Summen gegen den Vormonat und untereinander, überträgt sie in Ihre Berichtsvorlagen und schreibt die Erläuterungen zu Veränderungen in der Sprache des letzten Berichts. Zahlen ohne Quelle und Abweichungen über Ihrer Schwelle sind markiert. Das Controlling prüft, die Geschäftsführung gibt frei.
Texte und Inhalte in MengeLeistung
Systeme
Typische Systeme bei Stadtwerken und Energieversorgern
Abrechnung, Netz, Energiedaten und Akten laufen in getrennten Systemen, und Netz und Vertrieb dürfen sie nicht einmal teilen. Der Kundenservice sitzt dazwischen.
- Abrechnung und KundenSAP IS-U und S/4HANA Utilities, Schleupen.CS, Wilken ENER:GY, kVASy (SIV.AG), powercloud
- Netz und GeoinformationLovion, GE Smallworld, ArcGIS, Netzanschlussportale
- Energiedaten und Messungrobotron*ecount, Kisters BelVis, Smart-Meter-Gateway-Administration, Zählerfernauslesung
- MarktkommunikationEDIFACT-Nachrichten, Marktpartnerkommunikation in SAP IS-U und Schleupen.CS, Klärlisten
- Akten und Kommunikationd.3ecm, enaio, Microsoft 365, Kundenportale, Telefonanlage
- Finanzen und BerichteSAP, DATEV, Excel, Berichtswerkzeuge
Einwände
Was bei Stadtwerken und Energieversorgern besonders zählt
Was Vertriebsleitung, Kundenservice-Leitung und Informationssicherheitsbeauftragter zuerst einwenden, und was wir darauf antworten.
- Netz und Vertrieb müssen informatorisch getrennt bleiben. Das Unbundling gilt für Werkzeuge genauso wie für Menschen. Deshalb bauen wir je Bereich einen eigenen Ablauf mit eigenen Zugriffsrechten: Der Kundenservice-Ablauf sieht Vertragsdaten, der Netzanschluss-Ablauf Netzdaten, und zwischen beiden fließt nichts. Die Trennung steht in der Dokumentation, die Ihr Gleichbehandlungsbeauftragter prüfen kann.
- KRITIS und IT-Sicherheitskatalog nach § 11 Absatz 1a EnWG. Netzbetreiber brauchen ein zertifiziertes Informationssicherheitsmanagement, und neue Werkzeuge müssen in den Geltungsbereich passen. Unsere Abläufe greifen nicht in Netzleittechnik oder Messsysteme ein, sondern arbeiten mit exportierten oder über Schnittstellen gelesenen Daten. Was sie tun, welche Zugänge sie haben und wie sie überwacht werden, dokumentieren wir im Format Ihres ISMS.
- Verbrauchsdaten sind personenbezogen, das Messstellenbetriebsgesetz regelt ihren Umgang. Zählerstände und Lastgänge bleiben in Ihren Systemen. Der Ablauf liest sie dort, wo sie liegen, das Modell läuft im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und kein Verbrauchsprofil trainiert ein fremdes Modell. Welche Felder je Ablauf gelesen werden, steht in einem Blatt für Ihren Datenschutzbeauftragten.
- Vergabe nach Sektorenverordnung. Als Versorger im Sektorenbereich beschaffen Sie nach SektVO oberhalb der Schwellenwerte, darunter nach Ihrer Beschaffungsrichtlinie. Die Analyse zum Festpreis liegt unter den Schwellen; für den Umbau liefern wir eine Leistungsbeschreibung, mit der Ihr Einkauf das Verfahren wählt. Nach jeder Stufe entscheiden Sie neu, nichts verpflichtet Sie zur nächsten.
- Der Betriebsrat fragt nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG. Technische Einrichtungen, die Leistung oder Verhalten überwachen können, sind mitbestimmungspflichtig, bei Eigenbetrieben über den Personalrat. Der Ablauf zählt Vorgänge, keine Menschen, und erzeugt keine Auswertung je Beschäftigtem. Was er speichert, legen wir offen und entwerfen die Betriebsvereinbarung mit, bevor der Parallelbetrieb beginnt.
Nachweis
Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen
Die Rückfragenwelle, in der jede Antwort zuerst einen Blick in das führende System braucht, kennen wir von einem europäischen Technologie-Distributor mit rund 2.000 Mitarbeitern und zwölf Standorten: Dort ordnet ein Ablauf Anfragen aus einem Sammelpostfach nach Markt und Land zu und legt sie in NetSuite an, eine Wissensdatenbank aus der eigenen Dokumentation antwortet mit Quellenangabe und übergibt an Menschen, wenn sie nicht sicher ist, und Produktdaten stammen aus PDF-Datenblättern. Beim Versorger heißen die Quellen Abrechnungssystem, Preisblatt und Anschlussbedingungen.
Schiefgegangen ist dort dreierlei: Die Zuordnungsregeln für Grenzfälle wurden zweimal nachgezogen, die Wissensdatenbank antwortete anfangs zu ausführlich, und aus alten Datenblättern kamen Einheitenfehler, die ein Prüfschritt seither abfängt. Für Stadtwerke heißt das: Die Antwort auf die Abschlagsfrage wird kürzer als der heutige Textbaustein, und die ausgelesene Anlagenleistung aus dem Wechselrichter-Datenblatt bekommt eine Einheitenprüfung, bevor sie in die Netzberechnung geht.
Preise
Preise für Stadtwerke und Energieversorger
Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Rechnungs- und Umzugsrückfragen nachsehen und beantworten" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.
Rückfragen
Fragen von Stadtwerken und Energieversorgern
Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.
Dürfen Kunden- und Verbrauchsdaten durch ein KI-Modell laufen?
Ja, wenn das Modell im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag läuft, der Ablauf nur die Felder liest, die er für den Fall braucht, und keine Daten zum Training verwendet werden. Verbrauchsdaten nach Messstellenbetriebsgesetz behandeln wir wie Vertragsdaten: Sie bleiben im Abrechnungssystem, der Ablauf sieht nach und schreibt nichts zurück. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.
Ersetzt das SAP IS-U oder Schleupen.CS?
Nein. Das Abrechnungssystem bleibt führend für Verträge, Zählerstände, Abrechnung und Marktkommunikation. Unsere Abläufe lesen daraus und bereiten vor: Antworten, Nachforderungen, Korrekturvorschläge, Berichte. Zurückgeschrieben wird nur, was die Sachbearbeitung freigegeben hat, über die Wege, die der Hersteller vorsieht. Wo eine Funktion des Systems oder Ihres Kundenportals dasselbe leistet, sagen wir das in der Analyse.
Greift das in die Netzleitstelle oder die Messsysteme ein?
Nein, das ist eine feste Grenze. Kein Ablauf schreibt in Netzleittechnik, Smart-Meter-Gateway-Administration oder Zählerfernauslesung, keiner läuft zeitkritisch. Die Abläufe arbeiten mit Daten, die exportiert oder über Schnittstellen gelesen werden, im Geltungsbereich Ihres ISMS. Fällt ein Ablauf aus, bleibt eine Rückfrage länger unbeantwortet, kein Netz unbeobachtet.
Lohnt sich das für Stadtwerke mit 40 Beschäftigten?
Für einen kleinen Versorger allein selten, das sagen wir offen. Der Kreis wird größer über Kooperationen, Dienstleistungsverbünde oder den gemeinsamen Dienstleister mehrerer Stadtwerke, der denselben Ablauf für mehrere Häuser betreibt. Ab etwa 50 Beschäftigten und 50.000 Zählpunkten rechnet sich der Rückfragen-Ablauf meist innerhalb eines Jahres. Eine erste Einschätzung gibt der Potenzial-Check.
Verweis
Weiterlesen zu KI für Stadtwerke
Übergabe
Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.
Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.