Zielgruppe
Der Nachhaltigkeitsbericht entsteht nicht am Schreibtisch, sondern beim Abtippen von Energierechnungen aus acht Standorten.
Ein Maschinenbauer mit 900 Mitarbeitern und acht Standorten, davon zwei in Polen und Tschechien: SAP als ERP, Tanso für die Emissionsbilanz, ein EcoVadis-Konto, weil drei Großkunden es verlangen, und eine Nachhaltigkeitsbeauftragte, die aus dem Controlling kommt und die Aufgabe zusätzlich macht. Die Energiedaten der Standorte kommen als Versorgerrechnung im PDF, als Zählerfoto, als Excel-Tabelle in fünf verschiedenen Spaltenanordnungen und einmal als Fax. Bis Monatsende soll daraus eine Kennzahl werden, die der Wirtschaftsprüfer nachrechnen kann. Dazwischen liegen 60 Lieferanten, die auf die Abfrage zu ihren Zertifikaten nicht geantwortet haben, und ein Kundenfragebogen mit 140 Fragen, von denen 110 schon letztes Jahr beantwortet wurden. KI für Nachhaltigkeitsberichterstattung beginnt deshalb nicht beim Berichtstext, sondern bei der Datensammlung: lesen, in Einheiten bringen, nachfragen, herleiten.
Anfrage
Welcher Ablauf kostet Sie bei Nachhaltigkeitsbeauftragten und CSRD-Verantwortlichen am meisten Zeit?
Beschreiben Sie ihn in drei Sätzen. Wir melden uns am nächsten Werktag mit einer ersten Einschätzung, ob sich KI dort lohnt, und mit einem Terminvorschlag für ein Gespräch von 30 Minuten.
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Abläufe
Fünf Abläufe, die sich bei Nachhaltigkeitsbeauftragten und CSRD-Verantwortlichen lohnen
Ein prüfbarer Bericht ist am Ende eine Kette aus Herleitungen. Die Arbeit davor ist Sammeln, Umrechnen und Nachfassen über Standorte und Lieferanten hinweg. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.
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Verbrauchsdaten sammeln und in Einheiten bringen
SAP, Versorgerportale, Zählerlisten, Excel, Tanso
Acht Standorte melden Strom, Gas, Diesel, Wasser und Abfall in eigenen Formaten: Versorgerrechnungen als PDF, Zählerstände als Foto, Standorttabellen in fünf Spaltenordnungen. Der Ablauf liest jede Quelle, ordnet sie Standort, Zeitraum und Datenpunkt zu, rechnet in die Zieleinheit um und legt den Wert mit Fundstelle im Emissionswerkzeug an. Markiert wird, was nicht passt: ein Zählerstand unter dem Vormonat, eine Rechnung über 14 statt 12 Monate, ein fehlender Standort. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte gibt den Monat frei, nicht den Einzelwert.
Daten in Ordnung bringenLeistung -
Lieferanten abfragen und Rückläufe erfassen
SAP MM, Sammelpostfach, Excel, osapiens HUB
Von 400 Lieferanten mit nennenswertem Einkaufsvolumen sollen Zertifikate, Emissionsangaben und Selbstauskünfte zu Sozialstandards vorliegen. Der Ablauf zieht die Lieferantenliste aus dem Einkauf, verschickt die Abfrage nach Freigabe in der Sprache des Lieferanten, liest die Rückläufe aus Postfach und Portal, zieht Gültigkeitsdatum und Geltungsbereich aus den angehängten Zertifikaten und trägt sie ein. Wer nicht antwortet, bekommt nach festen Regeln eine Erinnerung; was nach drei Runden fehlt, steht auf einer Liste für den Einkauf. Freigegeben wird jede Mail, bevor sie geht.
Vertrieb und KommunikationLeistung -
Kundenfragebögen aus dem Bestand ausfüllen
EcoVadis, Kundenportale, SharePoint, Berichtsdatenbank
Jedes Jahr kommen fünf bis zehn Fragebögen von Kunden, jeder in eigener Gliederung, mit 80 bis 200 Fragen, die zu großen Teilen dieselben Dinge abfragen wie der letzte. Der Ablauf liest den neuen Fragebogen, sucht je Frage die Antwort aus Vorjahr, Bericht und Richtlinien, formuliert sie in der verlangten Länge und hängt den Beleg an. Markiert wird, was neu ist oder wo sich eine Zahl gegenüber dem Vorjahr geändert hat. Die Beauftragte prüft die markierten Stellen und gibt den Fragebogen frei.
Texte und Inhalte in MengeLeistung -
Berichtstexte je ESRS-Datenpunkt entwerfen
Workiva, Envoria, Word, SharePoint
Für jeden anzuwendenden Datenpunkt der ESRS braucht der Bericht einen Text aus Richtlinie, Maßnahmen, Zielen und Kennzahlen, und die Fachbereiche liefern dafür Stichworte, alte Präsentationen und Mails. Der Ablauf sammelt je Datenpunkt das Material, entwirft den Abschnitt nach Ihrem Redaktionsleitfaden, verweist auf die Kennzahl im Werkzeug und markiert, wo eine Aussage ohne Beleg dasteht. Die Fachbereiche bekommen ihren Abschnitt zur Korrektur, nicht ein leeres Blatt. Freigegeben wird je Abschnitt durch die Verantwortlichen.
Texte und Inhalte in MengeLeistung -
Scope-3-Emissionen aus Einkaufsdaten herleiten
SAP MM, Faktorendatenbanken, Tanso, Excel
Die eingekauften Güter und Dienstleistungen eines Jahres stehen in 40.000 Bestellpositionen mit Warengruppen, die vor zwanzig Jahren angelegt wurden. Der Ablauf ordnet jede Position einer Emissionskategorie zu, rechnet mit dem hinterlegten Faktor, hält Faktor, Quelle und Jahr am Ergebnis fest und markiert Positionen, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen oder deren Faktor veraltet ist. Wo ein Lieferant eigene Werte geliefert hat, ersetzen diese den Durchschnittsfaktor, und das Protokoll zeigt es. Die Beauftragte entscheidet über die markierten Fälle und gibt die Bilanz frei.
Daten in Ordnung bringenLeistung
Systeme
Typische Systeme bei Nachhaltigkeitsbeauftragten und CSRD-Verantwortlichen
Nachhaltigkeitsdaten liegen selten in einem System: ERP, Energieversorger, Lieferantenportale, Berichtswerkzeug und sehr viel Excel. Die Handarbeit entsteht beim Übertragen.
- Berichterstattung und EmissionsbilanzTanso, Envoria, Workiva, Sweep, Plan A, osapiens HUB
- ERP und EinkaufSAP S/4HANA, SAP MM, Microsoft Dynamics 365, proALPHA
- KonzernwerkzeugeSAP Sustainability Control Tower, Microsoft Sustainability Manager, Salesforce Net Zero Cloud
- Bewertungen und KundenabfragenEcoVadis, Kundenportale, IntegrityNext
- QuellenVersorgerportale, Zählerlisten, Energiemanagement nach ISO 50001, Reisekostenabrechnung
- ZusammenarbeitMicrosoft 365, SharePoint, Excel, Teams
Einwände
Was bei Nachhaltigkeitsbeauftragten und CSRD-Verantwortlichen besonders zählt
Die Einwände, die Nachhaltigkeitsbeauftragte zuerst nennen, und unsere Antwort darauf.
- Jede Zahl muss der Prüfer nachrechnen können. Das ist der Grund, den Ablauf so zu bauen: Jeder Wert trägt Quelle, Umrechnung, Faktor und Zeitpunkt, jede Änderung ist protokolliert. Der Prüfer bekommt eine Kette von der Versorgerrechnung bis zur Kennzahl statt einer Excel-Datei mit Formeln, die niemand mehr erklären kann. Was der Ablauf nicht herleiten kann, steht als Lücke dagegen, nicht als Schätzung.
- Die EU hat Umfang und Zeitplan der Berichtspflicht 2025 geändert. Ob und wann Sie selbst berichten müssen, klärt Ihr Prüfer. Die Datensammlung bleibt davon unberührt: Großkunden, Banken und Ausschreibungen fragen die Kennzahlen unabhängig von der eigenen Pflicht ab. Wir bauen die Abläufe so, dass sie den Datenpunkt liefern, egal ob er im Bericht, im Kundenfragebogen oder in der Kreditunterlage landet.
- Aussagen zur Nachhaltigkeit müssen belegbar sein. Für einen Brennstoffzellen-Hersteller haben wir den gesamten Textbestand auf Umweltaussagen nach der EU-Richtlinie 2024/825 geprüft. Derselbe Mechanismus liest Ihre Berichtstexte und Marketingseiten, markiert jede Aussage ohne Beleg und schlägt eine Fassung vor, die sich auf die hergeleitete Kennzahl stützt. Freigegeben wird jede Stelle einzeln.
- Dazu kommen Sorgfaltspflichten in der Lieferkette. Lieferantenabfrage, Rücklauferfassung und Erinnerung sind derselbe Ablauf, ob die Frage nach Emissionen, Zertifikaten oder Sozialstandards lautet. Der Ablauf hält fest, wer wann was geantwortet hat und was fehlt. Die Bewertung der Antworten bleibt bei Ihnen und Ihrem Einkauf.
- Wir haben noch kein Nachhaltigkeitswerkzeug, nur Excel. Dann beginnt der Umbau bei den Quellen, nicht beim Werkzeug. Der Ablauf liest Rechnungen, Zähler und Standortmeldungen und legt die Werte strukturiert ab; ob das Ziel Tanso, Workiva oder zunächst eine geordnete Tabelle ist, entscheiden Sie. Die Analyse sagt auch, ob sich ein Berichtswerkzeug bei Ihrer Größe überhaupt lohnt.
Nachweis
Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen
Die Prüfung von Nachhaltigkeitsaussagen in Menge kennen wir aus unseren Projekten. Für einen börsennotierten Hersteller von Brennstoffzellen mit rund 400 Mitarbeitern, zehn Live-Domains und Service-Inhalten in elf Sprachen liest ein Ablauf den gesamten Textbestand, markiert jede Umweltaussage nach der EU-Richtlinie 2024/825 mit Fundort und Einstufung, und ein Werkzeug zeigt je Seite den Handlungsbedarf. Umformuliert wird nach Redaktionsleitfaden, freigegeben je Stelle durch einen Menschen. Das ist derselbe Dreischritt, den ESRS-Datenpunkte brauchen: Aussage finden, Beleg prüfen, Fassung vorschlagen.
Schiefgegangen ist dort zweierlei: Die erste Einstufung war zu streng und meldete zu viele Treffer, das Regelwerk wurde nachgeschärft. Und die Übersetzungen brauchten zwei Runden, weil Fachbegriffe doppelt belegt waren. Für Ihren Bericht heißt das: Die Regeln, welcher Wert zu welchem Datenpunkt gehört, sitzen nach zwei bis drei Wochen Parallelbetrieb, nicht am ersten Tag, und Begriffe wie Standort, Verbrauch oder Tochtergesellschaft werden vor dem Start eindeutig definiert, sonst zählt jeder Standort anders.
Preise
Preise für Nachhaltigkeitsbeauftragte und CSRD-Verantwortliche
Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Verbrauchsdaten sammeln und in Einheiten bringen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.
Rückfragen
Fragen von Nachhaltigkeitsbeauftragten und CSRD-Verantwortlichen
Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.
Dürfen Verbrauchs- und Lieferantendaten durch ein Modell laufen?
Verbrauchsdaten sind selten personenbezogen, Lieferantenauskünfte und Kundenfragebögen oft vertraulich. Sie entscheiden je Ablauf, wo das Modell läuft: im Haus, auf EU-Servern oder als Cloud-Modell unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Wo Lieferantenverträge Vertraulichkeit verlangen, bleibt die Verarbeitung im Haus. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.
Ersetzt das Tanso, Envoria oder Workiva?
Nein, es füllt sie. Diese Werkzeuge rechnen und strukturieren den Bericht, aber die Werte müssen jemand hineintragen, und die Lieferanten antworten nicht von selbst. Unsere Abläufe arbeiten davor: Quellen lesen, Einheiten vereinheitlichen, nachfassen, herleiten, und übergeben an das Werkzeug über dessen Import oder Schnittstelle. Wo das Werkzeug einen Schritt selbst kann, sagen wir das in der Analyse.
Wir müssen selbst nicht berichten, nur unsere Kunden fragen. Lohnt sich das trotzdem?
Wenn fünf Kunden jährlich Fragebögen schicken und drei davon Kennzahlen zu Energie und Emissionen verlangen, ist die Datensammlung dieselbe wie für einen eigenen Bericht, nur ohne Prüfer. Ab etwa 50 Mitarbeitern und mehreren Standorten rechnet sich ein Ablauf für Verbrauchsdaten und Fragebögen meist; darunter reicht oft eine geordnete Tabelle, das sagen wir in der Analyse offen. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung.
Wie viel Zeit kostet das die Nachhaltigkeitsbeauftragte selbst?
Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Daten heute sammeln, meist die Beauftragte, jemand aus dem Controlling und ein Standortverantwortlicher. Im Umbau braucht es eine Person, die Regeln bestätigt und Freigaben erteilt. In den ersten Wochen prüft sie jeden Wert, den der Ablauf vorschlägt, danach nur die markierten Abweichungen. Die Fachbereiche merken den Unterschied daran, dass sie Entwürfe statt leere Vorlagen bekommen.
Verweis
Weiterlesen zu KI für Nachhaltigkeitsberichterstattung
Übergabe
Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.
Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.