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Zielgruppe

Stand

In der Lokalredaktion geht der Vormittag an 190 Pressemitteilungen, die niemand druckt.

Ein Regionalverlag mit 400 Mitarbeitern, drei Lokalredaktionen und einem Radiosender: InterRed als Redaktionssystem, Plenigo für die Abonnements, DigaSystem im Sendestudio, ein Sammelpostfach je Redaktion. Jeden Morgen sichtet ein Volontär rund 200 Mails von Vereinen, Behörden, Polizei und Unternehmen, verwirft 190 davon und legt zehn als Rohmeldung an, mit Quelle, Ort und Ressort von Hand eingetragen. Im Abo-Service liest eine Kollegin Beschwerden über die Zustellung und sucht das Kundenkonto. Im Archiv liegen Stunden an Audio, die niemand verschlagwortet hat, weil keine Zeit war. KI für Medienhäuser beginnt deshalb nicht beim Schreiben von Artikeln, sondern beim Posteingang und im Archiv: lesen, zuordnen, vorbereiten, und die Redaktion entscheidet, was daraus wird.

Anfrage

Welcher Ablauf kostet Sie bei Medienhäusern, Zeitungsverlagen und Radiosendern am meisten Zeit?

Beschreiben Sie ihn in drei Sätzen. Wir melden uns am nächsten Werktag mit einer ersten Einschätzung, ob sich KI dort lohnt, und mit einem Terminvorschlag für ein Gespräch von 30 Minuten.

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Medienhäusern, Zeitungsverlagen und Radiosendern lohnen

Journalistische Arbeit ist Auswahl und Urteil. Davor liegt Sichten, Abtippen und Suchen, und das ist der Teil, der sich umbauen lässt. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Pressemitteilungen lesen und nach Ressort sortieren

    Sammelpostfach, InterRed, Sophora, Redaktionsplaner

    In einer Lokalredaktion kommen täglich 200 Mails von Vereinen, Rathäusern, Polizei und Firmen an. Der Ablauf liest jede Mitteilung, erkennt Ort, Datum, Absender und Thema, ordnet sie Region und Ressort zu und legt eine Rohmeldung mit Quelle und Anhängen im Redaktionssystem an. Er markiert, was nach Ihren Regeln Vorrang hat: Polizeimeldung aus dem Verbreitungsgebiet, Termin in den nächsten drei Tagen, Absender mit Sperrfrist. Was keine Regel trifft, landet gesammelt in einer Liste. Ob daraus eine Meldung wird, entscheidet die Redaktion.

  • Audio- und Videobeiträge transkribieren und verschlagworten

    DigaSystem, Adobe Premiere Pro, Sophora, Archivsystem

    Ein Sender produziert am Tag mehrere Stunden Wortbeiträge, Interviews und Magazinstrecken, die nach der Ausstrahlung ohne Text im Archiv liegen. Der Ablauf transkribiert jeden Beitrag, erkennt Sprecher, Orte und Namen, vergibt Schlagworte nach Ihrem Archivschema und schreibt einen Teaser und eine Kurzfassung für die Website. Was er nicht sicher versteht, etwa Eigennamen und Zahlen, markiert er mit Zeitmarke zum Nachhören. Veröffentlicht und archiviert wird erst, wenn ein Redakteur den Text freigegeben hat.

  • Abonnentenanfragen erkennen und dem Kundenkonto zuordnen

    Plenigo, Piano, SAP, Exchange, Telefonnotizen

    Ein Verlag mit 80.000 Abonnenten erhält täglich mehrere hundert Nachrichten zu Zustellung, Rechnung, Urlaubsunterbrechung und Kündigung, viele ohne Kundennummer. Der Ablauf liest die Nachricht, findet das Kundenkonto über Name, Adresse und Rechnungsdaten, erkennt das Anliegen und bereitet den passenden Vorgang vor: Nachlieferung, Gutschrift, Adressänderung, Kündigungsbestätigung mit korrektem Datum. Zu jedem Vorgang liegt ein Antwortentwurf im Ton des Hauses bereit. Der Abo-Service prüft, gibt frei, und erst dann wird gebucht und gesendet.

  • Termine, Traueranzeigen und Kleinanzeigen prüfen und übertragen

    Webformulare, Anzeigensystem, InterRed, Microsoft 365

    Veranstaltungstermine, Traueranzeigen und private Kleinanzeigen kommen über Formulare, Mails und am Schalter, oft unvollständig oder doppelt. Der Ablauf liest jede Einsendung, prüft Pflichtangaben wie Datum, Ort, Kontakt und Zahlungsweise, gleicht sie mit bereits erfassten Terminen und Anzeigen ab und überträgt sie in Anzeigensystem und Terminkalender. Was fehlt oder widersprüchlich ist, geht mit einer vorbereiteten Rückfrage an den Einsender. Traueranzeigen werden immer vorgelegt, nie automatisch gesetzt; die Freigabe bleibt bei der Anzeigenabteilung.

  • Artikel für Kanäle anpassen und Varianten vorlegen

    InterRed, Newsletter-Werkzeug, Social-Media-Planer, Website-CMS

    Aus einem fertigen Artikel entstehen in einer Redaktion heute von Hand Kurzfassung, zwei Überschriftenvarianten, der Newsletter-Teaser und drei Beiträge für Social Media. Der Ablauf liest den freigegebenen Text und schreibt die Varianten nach Ihrem Redaktionsleitfaden: Länge je Kanal, Tonfall, Pflichtangaben wie Autor und Quelle. Er erfindet nichts dazu, und jede Zahl und jedes Zitat stammt nachweisbar aus dem Ursprungstext. Die Varianten liegen neben dem Artikel im Redaktionssystem, der Redakteur wählt aus, ändert und gibt frei.

Systeme

Typische Systeme bei Medienhäusern, Zeitungsverlagen und Radiosendern

Redaktionssystem, Abo-Plattform, Sendesystem und Anzeigensystem sind in Medienhäusern getrennte Welten, dazwischen Postfächer und Excel. Dort entsteht die Handarbeit.

Systemvernetzung im Detail

  • RedaktionssystemeInterRed, censhare, WoodWing, Sophora, Adobe InDesign
  • Abonnement und PaywallPlenigo, Piano, SAP, Abonnentenverwaltungen mit Schnittstelle
  • Audio und VideoDigaSystem, Adobe Premiere Pro, Sendeautomationen, Archivsysteme
  • Anzeigen und TermineAnzeigensysteme, Webformulare, Terminkalender, Online-Marktplätze
  • KommunikationMicrosoft 365, Exchange, Sammelpostfächer, Newsletter-Werkzeuge, Social-Media-Planer

Einwände

Was bei Medienhäusern, Zeitungsverlagen und Radiosendern besonders zählt

Die Einwände, die in Redaktionen und Verlagen zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Sorgfaltspflicht nach Pressekodex Ziffer 1 und 2 bleibt bei der Redaktion. Genau so bauen wir es. Der Ablauf sichtet, sortiert und bereitet vor; jede Rohmeldung trägt Quelle und Originaltext, und nichts erscheint ohne Freigabe eines Redakteurs. Wo Ihr Redaktionsstatut Regeln für den KI-Einsatz setzt, werden sie im Ablauf zu Regeln mit Protokoll.
  • Transparenzpflichten des Medienstaatsvertrags und des EU AI Act. Der Ablauf protokolliert, welcher Text von ihm vorbereitet und von wem geändert und freigegeben wurde. Damit lässt sich jede Kennzeichnungsregel umsetzen, die Ihr Haus oder Artikel 50 des EU AI Act verlangt, etwa der Hinweis unter automatisch erstellten Transkripten. Die Entscheidung, wie gekennzeichnet wird, trifft die Chefredaktion.
  • Urheberrecht und Agenturlizenzen. Agenturmaterial, Fotos und Fremdtexte bekommen im Ablauf eine Herkunftsmarke, und Ihre Lizenzregeln für dpa-Meldungen oder Bildagenturen werden zu Prüfregeln: Was nur für Print lizenziert ist, wird nicht für Social Media vorgeschlagen. Kein Material aus Ihrem Haus trainiert ein fremdes Modell.
  • Das Medienprivileg gilt nicht für Abo und Anzeigen. Richtig, deshalb behandeln wir beide Welten getrennt. Abonnenten- und Anzeigenkundendaten laufen unter Auftragsverarbeitungsvertrag, im Haus oder auf EU-Servern, mit Löschregeln aus Ihrem Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Redaktionelle Daten bleiben im redaktionellen Ablauf und werden nicht mit Kundendaten verknüpft.
  • Betriebsrat und die Sorge vor Stellenabbau. Die Abläufe hier übernehmen das Sichten und Abtippen, nicht das Schreiben und Entscheiden, und sie erfassen keine Arbeitsleistung einzelner Redakteure. Wir legen Datenflüsse und Protokolle offen, damit die Beteiligung nach § 87 BetrVG auf Fakten beruht. Wie das geht, steht im Leitfaden zum Betriebsrat.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Den Posteingang in Menge kennen wir. Für einen europäischen Technologie-Distributor mit rund 2.000 Mitarbeitern und zwölf Standorten ordnet ein Ablauf die Anfragen aus einem Sammelpostfach automatisch nach Markt und Land zu und legt sie im richtigen System an; eine Wissensdatenbank aus der eigenen Dokumentation antwortet in fünf Sprachen mit Quellenangabe und übergibt an Menschen, wenn sie nicht sicher ist. Das Sortieren von 200 Pressemitteilungen nach Region und Ressort folgt derselben Mechanik: lesen, einordnen, mit Quelle vorlegen.

Was dort schiefging: Die Regeln für Grenzfälle mussten zweimal nachgezogen werden, und die Wissensdatenbank antwortete anfangs zu ausführlich. In einer Redaktion sind die Grenzfälle die Polizeimeldung aus dem Nachbarlandkreis und der Verein mit Sitz in zwei Gemeinden; dafür planen wir die ersten Wochen Parallelbetrieb ein, in denen der Volontär jede Zuordnung sieht und die Regeln nachschärft.

Fallstudie: Anfragen in fünf Sprachen

Preise

Preise für Medienhäuser, Zeitungsverlage und Radiosender

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Pressemitteilungen lesen und nach Ressort sortieren" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Medienhäusern, Zeitungsverlagen und Radiosendern

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen unveröffentlichte Texte und Abonnentendaten durch ein Modell laufen?

Ja, wenn Sie je Ablauf festlegen, wo das Modell läuft. Für Rohmeldungen und Transkripte reicht oft ein Cloud-Modell unter Auftragsverarbeitungsvertrag; für Abonnentendaten und Recherchematerial bauen wir im Haus oder auf EU-Servern. Keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell, Sperrfristen und Informantenschutz werden zu Regeln im Ablauf. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Schreibt der Ablauf Artikel?

Nein. Er sichtet, transkribiert, sortiert und schreibt Varianten aus Texten, die ein Redakteur bereits freigegeben hat. Neue Aussagen, Recherche und Gewichtung bleiben in der Redaktion. Wir halten das für die richtige Grenze, weil Sorgfalt und Verantwortung nach Pressekodex nicht delegierbar sind und weil die Zeit ohnehin nicht beim Schreiben verloren geht, sondern beim Sichten davor.

Ersetzt das InterRed, Sophora oder das Abo-System?

Nein, die Abläufe arbeiten mit den Schnittstellen und Importformaten Ihrer Systeme und legen dort an, was heute von Hand eingetragen wird. Was Ihr Redaktionssystem selbst kann, etwa Textvorschläge im Editor, lassen wir dort. Wo ein vorhandenes Werkzeug reicht, sagen wir das in der Analyse.

Lohnt sich das für einen Verlag mit 30 Mitarbeitern?

Selten als Einzelhaus, das sagen wir offen; unter etwa 50 Mitarbeitern trägt die Menge den Festpreis nicht. Für kleine Verlage und Sender lohnt der Weg über die Verlagsgruppe, eine Mantelredaktion oder eine Kooperation mehrerer Häuser, die denselben Ablauf teilen. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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