Zielgruppe
Im Fachverlag geht die Zeit nicht ins Lektorat, sondern in die Suche nach der alten Fassung.
Ein Fachverlag mit 300 Beschäftigten, 4.000 lieferbaren Titeln, zwei Loseblattwerken und einer Online-Datenbank, Klopotek für Titel und Rechte, Censhare als Redaktionssystem, InDesign in der Herstellung, ein Shop auf Typo3. Nach einer Gesetzesänderung sitzt das Lektorat vor 40 Werken, in denen der alte Paragraph vorkommen könnte, und sucht in PDFs, InDesign-Dateien und der Datenbank nach jeder Stelle, die betroffen sein könnte, von Hand, Werk für Werk. Parallel will der Vertrieb für 120 Neuerscheinungen Klappentexte, Schlagworte und ONIX-Daten, und im Kundenservice liegen Mails zu Zugängen und Rechnungen, die jemand dem Abonnentenkonto zuordnet. KI für Verlage beginnt deshalb beim Textbestand, der schon da ist, und bei den Metadaten, die aus ihm entstehen.
Anfrage
Welcher Ablauf kostet Sie bei Fachverlagen, Buchverlagen und Fachinformationsanbietern am meisten Zeit?
Beschreiben Sie ihn in drei Sätzen. Wir melden uns am nächsten Werktag mit einer ersten Einschätzung, ob sich KI dort lohnt, und mit einem Terminvorschlag für ein Gespräch von 30 Minuten.
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Abläufe
Fünf Abläufe, die sich bei Fachverlagen, Buchverlagen und Fachinformationsanbietern lohnen
Das Produkt des Verlags ist geprüfte Fachinformation. Die Arbeit davor ist Suchen, Abgleichen und Beschreiben, und sie wächst mit jedem Titel im Bestand. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.
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Bestandstexte bei Gesetzes- und Normänderungen durchsuchen und Aktualisierungen vorschlagen
Censhare, InDesign-Archiv, Online-Datenbank, Klopotek
Eine Gesetzesänderung, 40 betroffene Werke, 30.000 Seiten. Der Ablauf liest den gesamten Textbestand aus Redaktionssystem, Archiv und Datenbank, findet jede Stelle, die den geänderten Paragraphen, die Norm oder den Begriff nennt oder sinngemäß darauf beruht, und ordnet sie ein: nur Zitat, Verweis, inhaltlich betroffen. Zu jeder betroffenen Stelle liegt ein Änderungsvorschlag mit Fundort, alter und neuer Fassung und der Quelle bereit. Markiert wird, wo der Vorschlag unsicher ist oder Folgestellen im selben Werk berührt. Jede Änderung gibt ein Lektor frei, Werk für Werk.
Texte und Inhalte in MengeLeistung -
Metadaten, Klappentexte und ONIX-Daten aus Manuskripten erzeugen
Klopotek, ONIX-Export, Shop auf Typo3, VLB
120 Neuerscheinungen im Jahr, jede braucht Kurzbeschreibung, Klappentext, Schlagworte, Thema-Codes, Zielgruppenangabe und Autorenvita in verschiedenen Längen für Buchhandel, Shop und Datenbank. Der Ablauf liest Manuskript, Inhaltsverzeichnis und Autorenangaben, erzeugt die Texte in der Hausschrift und den Vorlagen je Kanal, schlägt Schlagworte und Thema-Codes vor und legt alles im Titelsystem zur Prüfung ab. Markiert wird, was gegen Hausregeln verstößt oder Angaben enthält, die im Manuskript nicht stehen. Freigegeben wird je Titel vom Lektorat; der ONIX-Export läuft erst danach.
Texte und Inhalte in MengeLeistung -
Manuskripte auf Hausregeln, Struktur und Vollständigkeit vorprüfen
Censhare, Microsoft Word, Hausregelwerk, Autorenportal
Ein Manuskript mit 600 Seiten, 1.400 Fußnoten und 300 Zitaten aus Gesetzen und Urteilen. Der Ablauf prüft gegen die Hausregeln: Zitierweise, Abkürzungen, Gliederungstiefe, Randnummern, fehlende Quellen, Verweise ins Leere, doppelte Überschriften. Er legt eine Liste je Fundstelle mit Vorschlag an und bereitet die Rückmeldung an den Autor in der Tonlage des Hauses vor. Markiert wird, was inhaltlich aussieht statt formal, etwa ein Zitat, das nicht zur genannten Fundstelle passt. Das Lektorat entscheidet, was an den Autor geht; die Rückmeldung wird erst nach Freigabe versendet.
Texte und Inhalte in MengeLeistung -
Altbestände aus Loseblatt, Print und PDF in strukturierte Inhalte überführen
Scan-Archiv, Online-Datenbank, XML-Schema des Hauses, Censhare
Ein Loseblattwerk mit 40 Ordnern und zwanzig Jahren Ergänzungslieferungen, dazu 800 vergriffene Titel als PDF. Der Ablauf liest den Bestand, erkennt Gliederung, Randnummern, Fußnoten, Tabellen und Verweise und bringt sie in das XML-Schema der Online-Datenbank. Jede Einheit wird gegen das Original geprüft: fehlende Absätze, vertauschte Fußnoten, Tabellen ohne Kopfzeile. Markiert wird, was der Ablauf nicht sicher zuordnen kann. Der Rollout läuft werkweise mit Stichprobe durch die Redaktion und mit Rückholbarkeit je Werk; was die Redaktion nicht freigibt, geht nicht online.
Daten in Ordnung bringenLeistung -
Kundenanfragen zu Abonnements und Zugängen zuordnen und beantworten
Sammelpostfach, Salesforce, Abonnementverwaltung, Shop auf Typo3
Ein Fachinformationsanbieter mit 15.000 Abonnenten bekommt täglich 150 bis 250 Mails: Zugang gesperrt, Rechnung mit anderer Anschrift, Nutzer wechselt die Kanzlei, Lizenz erweitern, kündigen. Der Ablauf erkennt das Anliegen, ordnet die Mail dem Kundenkonto zu, prüft dort Lizenz, Zahlung und Nutzer und schreibt den Antwortentwurf nach Vorlage. Markiert wird, was nicht nach Vorlage geht: Kündigung außerhalb der Frist, Mahnstufe, Beschwerde über Inhalte. Der Kundenservice gibt Entwürfe stapelweise frei, bearbeitet die markierten selbst; Zugänge werden erst nach Freigabe geändert.
Vertrieb und KommunikationLeistung
Systeme
Typische Systeme bei Fachverlagen, Buchverlagen und Fachinformationsanbietern
Titel, Rechte und Abonnements liegen im Verlagssystem, die Texte im Redaktionssystem, in InDesign und in PDFs. Der Bestand ist die Wertanlage, und niemand kann ihn vollständig lesen.
- Verlagsmanagement und RechteKlopotek, knkPublishing, SAP, Abonnementverwaltungen
- Redaktion und ContentCenshare, Woodwing, InterRed, Microsoft Word, XML-Redaktionssysteme
- HerstellungAdobe InDesign, InDesign Server, Satz-Dienstleister, Druckvorstufe
- Vertrieb und HandelONIX, VLB, Typo3, Shopware, Salesforce, HubSpot
- Online-Produkte und DatenbankenEigene Datenbanken, Content-Delivery-Plattformen, Zugangsverwaltungen, Suchmaschinen
- KommunikationMicrosoft 365, Sammelpostfächer, Autorenportale, Teams
Einwände
Was bei Fachverlagen, Buchverlagen und Fachinformationsanbietern besonders zählt
Die Einwände, die in Verlagen zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.
- Urheberrecht: Verlagstexte für KI-Training berühren § 44b UrhG und die Autorenverträge. Kein Text Ihres Hauses trainiert ein Modell, weder ein fremdes noch eines, das wir betreiben. Die Abläufe lesen den Bestand, um ihn zu durchsuchen und zu beschreiben; sie lernen nicht daraus. Das steht so im Vertrag und ist technisch so gebaut, und Sie können es Ihren Autoren gegenüber belegen.
- Fachinhalte mit Haftungsrelevanz brauchen einen verantwortlichen Prüfschritt im Lektorat. Der Prüfschritt bleibt, er bekommt bessere Vorlagen. Kein Änderungsvorschlag und kein Metadatensatz geht ohne Freigabe eines Lektors in ein Werk oder einen Export. Jeder Vorschlag trägt Fundort und Quelle, das Protokoll zeigt, wer wann freigegeben hat. Das Lektorat prüft Vorschläge statt zu suchen; die Verantwortung liegt weiter dort.
- Buchpreisbindung: automatisch erzeugte Preisangaben müssen die Bindung einhalten. Preise erzeugt keiner der Abläufe. Metadaten und Texte werden ohne Preisangabe erstellt; der gebundene Ladenpreis kommt aus dem Verlagssystem und wird dort gepflegt. Wo ein Ablauf Preise in Texten findet, etwa in alten Werbetexten, markiert er sie zur Prüfung, statt sie zu übernehmen.
- KI-erzeugte Inhalte haben keinen Urheber; die Vergütung der Autoren regelt § 32 UrhG. Die Abläufe erzeugen keine Werke, die als Verlagsinhalt verkauft werden; sie erzeugen Metadaten, Beschreibungen, Prüflisten und Änderungsvorschläge, die ein Mensch freigibt und verantwortet. Das Werk bleibt das des Autors, der Vertrag bleibt, wie er ist. Wo ein Verlag weiter gehen will, gehört die Autorenvereinbarung an den Anfang des Projekts.
- Abonnentendaten und Newsletter: Einwilligung nach § 7 UWG. Der Ablauf im Kundenservice antwortet auf Anfragen, er wirbt nicht. Newsletter oder Werbemails erzeugt er nur dort, wo die Einwilligung im System dokumentiert ist, und auch dann als Entwurf. Abonnentendaten bleiben in Ihrer Verwaltung; das Modell läuft nach Ihrer Wahl im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag.
Nachweis
Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen
Das Lesen eines ganzen Textbestands gegen eine Regeländerung kennen wir aus einem anderen Haus: Für einen börsennotierten Hersteller von Brennstoffzellen mit rund 400 Mitarbeitern, zehn Live-Domains und Service-Inhalten in elf Sprachen liest ein Ablauf den gesamten Textbestand und markiert Umweltaussagen nach der EU-Richtlinie 2024/825 mit Fundort und Einstufung. Ein Werkzeug zeigt den Handlungsbedarf je Seite, die Umformulierung folgt dem Redaktionsleitfaden, und jede Stelle gibt ein Mensch frei. Das ist dieselbe Aufgabe wie 40 Werke nach einem geänderten Paragraphen zu durchsuchen, nur mit anderem Regelwerk.
Was dort schiefging: Die erste Einstufung war zu streng und lieferte zu viele Treffer, das Regelwerk wurde nachgeschärft; und die Übersetzungen brauchten zwei Runden, weil Fachbegriffe doppelt belegt waren. Für einen Fachverlag heißt das: Die Trennung zwischen bloßem Zitat, Verweis und inhaltlich betroffener Stelle wird in den ersten Wochen mit dem Lektorat kalibriert, und Begriffe, die in verschiedenen Rechtsgebieten Unterschiedliches bedeuten, bekommen eigene Regeln, bevor der Ablauf auf den ganzen Bestand losgeht.
Preise
Preise für Fachverlage, Buchverlage und Fachinformationsanbieter
Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Bestandstexte bei Gesetzes- und Normänderungen durchsuchen und Aktualisierungen vorschlagen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.
Rückfragen
Fragen von Fachverlagen, Buchverlagen und Fachinformationsanbietern
Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.
Dürfen unsere Verlagstexte und Manuskripte durch ein Modell laufen, ohne dass sie zum Trainingsmaterial werden?
Ja. Lesen ist nicht Trainieren: Die Abläufe verarbeiten den Text, um ihn zu durchsuchen, zu prüfen oder zu beschreiben, und kein Text Ihres Hauses trainiert ein fremdes oder eigenes Modell. Das regeln wir vertraglich und bauen es so. Sie entscheiden je Ablauf, ob das Modell im Haus, auf EU-Servern oder als Cloud-Modell unter Auftragsverarbeitungsvertrag läuft; unveröffentlichte Manuskripte gehören in die ersten beiden. Mehr unter Datensouveränität.
Ersetzt das Klopotek, Censhare oder unser Redaktionssystem?
Nein. Titel, Rechte und Texte bleiben dort, wo sie sind; der Ablauf liest aus diesen Systemen und schreibt über deren Schnittstellen und Importformate zurück, nach Freigabe. Was das Redaktionssystem an Prüfungen bereits mitbringt, etwa Verweisprüfungen, nutzen wir statt es nachzubauen. Wo ein Bordmittel reicht, sagen wir das in der Analyse.
Wie viel Aufwand kostet das das Lektorat, das sowieso keine Zeit hat?
Die Analyse dauert drei Tage mit zwei Lektoren, der Herstellung und dem Kundenservice. Der Umbau eines Ablaufs braucht vier bis sechs Wochen und einen Ansprechpartner, der Hausregeln erklärt und Freigaben erteilt. Beim ersten Werk prüft das Lektorat jeden Vorschlag, danach nur noch die markierten. Nach jeder Stufe entscheiden Sie neu, ob der nächste Ablauf folgt.
Wir sind ein Verlag mit 20 Beschäftigten und 500 Titeln. Lohnt sich das?
Für einen eigenen Umbau selten, und das sagen wir vorher. Unter etwa 50 Beschäftigten rechnet sich ein Festpreisprojekt meist nicht, auch wenn der Bestand wertvoll ist. Interessant wird es, wenn mehrere Verlage einer Gruppe oder eines Verbunds denselben Ablauf teilen, etwa die Metadatenerzeugung. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung.
Verweis
Weiterlesen zu KI für Verlage
Übergabe
Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.
Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.