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Zielgruppe

Stand

In der Konstruktion geht die Zeit nicht ins Zeichnen, sondern in die Suche nach alten Varianten.

Ein Maschinenbauer mit 450 Mitarbeitern, 30 Konstrukteure und Entwicklungsingenieure. Die Modelle entstehen in Siemens NX, verwaltet in Teamcenter, die Stücklisten liegen in SAP, Änderungsanträge laufen über Jira, Prüfberichte und Risikobeurteilungen in Word-Vorlagen auf dem Fileserver, dazu ein Zeichnungsarchiv aus zwanzig Jahren mit 60.000 Zeichnungen. Der Vertrieb schickt eine Kundenanfrage nach einer Sonderausführung mit verlängertem Hubweg; ein Konstrukteur prüft drei Stunden Machbarkeit und Aufwand und stellt am Ende fest, dass es diese Variante 2019 für einen anderen Kunden schon einmal gab. Daneben warten 15 Änderungsanträge, bei denen jemand herausfinden muss, welche Stücklisten und Zeichnungen betroffen sind, und ein Stapel Normenänderungen, den seit einem Jahr niemand gesichtet hat. KI in der Konstruktion fängt deshalb beim Archiv an: lesen, vergleichen, Betroffenheit ermitteln, damit der Ingenieur mit dem Ergebnis statt mit der Suche beginnt.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen lohnen

Die Konstruktion wird für das Urteil des Ingenieurs bezahlt, nicht für das Suchen in Archiv, Stückliste und Normenportal. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Sonderanfragen gegen vorhandene Varianten prüfen

    Teamcenter, SAP, CRM, Zeichnungsarchiv

    Der Vertrieb reicht im Monat 40 Anfragen nach Sonderausführungen weiter, als Mail mit Skizze, Lastenheftauszug oder Kundenzeichnung. Der Ablauf liest die Anfrage, zieht die geforderten Merkmale heraus, Abmessungen, Lasten, Werkstoff, Schnittstellen, und sucht in Teamcenter, SAP und dem Zeichnungsarchiv nach Varianten, die diese Merkmale ganz oder nah erfüllen. Er legt dem Konstrukteur vor: drei nächste Treffer mit Abweichungen je Merkmal, Projekt und Jahr, wo sie entstanden sind, und die damals geschätzten Stunden. Was er nicht sicher zuordnen kann, markiert er. Die Machbarkeit beurteilt der Ingenieur, die Aufwandsschätzung geht erst nach seiner Freigabe an den Vertrieb.

  • Änderungsanträge dokumentieren und Betroffenheit ermitteln

    Teamcenter, SAP, Jira, Stücklisten

    15 Änderungsanträge im Monat, jeder ausgelöst durch eine Reklamation, einen Lieferantenwechsel oder eine Fertigungsrückmeldung, jeder mit der Frage, was alles betroffen ist. Der Ablauf liest den Antrag, schreibt ihn in die Form Ihres Änderungsprozesses, ermittelt über Stücklisten und Verwendungsnachweise in Teamcenter und SAP, welche Baugruppen, Zeichnungen, Prüfpläne und laufenden Aufträge das geänderte Teil enthalten, und stellt die Liste mit Mengen und Lagerbestand zusammen. Fehlende Angaben fragt er beim Antragsteller nach. Dem Änderungsgremium liegt der vollständige Antrag mit Betroffenheitsliste vor. Die Entscheidung und die Freigabe der Änderung bleiben beim Gremium.

  • Normen und Kundenspezifikationen auf Änderungen prüfen

    Normenportal, Confluence, Teamcenter, SAP

    Ihre Produkte stützen sich auf 120 Normen und 30 Kundenspezifikationen, von denen im Jahr etwa zwanzig geändert oder zurückgezogen werden. Der Ablauf liest die Änderungsmitteilungen aus dem Normenportal und die Spezifikationsupdates der Kunden, vergleicht alte und neue Fassung, fasst zusammen, was sich geändert hat, und gleicht die geänderten Abschnitte mit den Produkten und Dokumenten ab, die in Teamcenter oder Confluence auf diese Norm verweisen. Je Änderung entsteht eine Vorlage: betroffene Produkte, geänderte Anforderung, Übergangsfrist. Ob und wie konstruktiv reagiert wird, entscheidet der verantwortliche Ingenieur.

  • Lastenhefte in Anforderungslisten überführen

    Polarion, Word, Confluence, Jira

    Ein Kundenlastenheft hat 90 Seiten, verweist auf zwölf Werksnormen und enthält 400 Einzelanforderungen in Fließtext, Tabellen und Fußnoten. Der Ablauf liest das Dokument, löst jede Anforderung als eigenen Eintrag heraus, mit Quelle, Kategorie und Prüfbarkeit, erkennt Widersprüche und Doppelungen, legt die Einträge in Polarion oder Ihrer Anforderungsliste an und gleicht sie mit dem Pflichtenheft der Vorgängerprojekte ab: erfüllt, abweichend, neu. Der Projektleiter bekommt die Liste mit markierten Lücken statt eines PDF. Welche Anforderung angenommen oder verhandelt wird, entscheidet das Team.

  • Abgekündigte Bauteile erkennen und Alternativen vorschlagen

    SAP, Herstellerdatenblätter, Distributorenportale, Teamcenter

    In den Stücklisten stehen 8.000 Kaufteile, und jedes Jahr kündigen Hersteller einige hundert davon ab, meist per PDF an den Einkauf. Der Ablauf liest Abkündigungsmitteilungen und Lebenszyklusangaben der Hersteller, ordnet sie den Materialnummern in SAP zu, ermittelt über Teamcenter die betroffenen Produkte und sucht in Datenblättern und Distributorenportalen Alternativen mit denselben Kennwerten, mit Abweichungen je Kennwert in einer Tabelle, Datum und Quelle. Der Entwickler bekommt je Abkündigung eine Vorlage mit drei Kandidaten. Freigegeben und in die Stückliste übernommen wird eine Alternative nur von ihm.

Systeme

Typische Systeme bei Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen

CAD und PLM sind das Zentrum, drumherum liegen ERP, Anforderungsmanagement, Ticketsystem und ein Archiv aus Jahrzehnten.

Systemvernetzung im Detail

  • CADSolidWorks, Siemens NX, Autodesk Inventor, PTC Creo, CATIA
  • PLM und PDMSiemens Teamcenter, PTC Windchill, SAP PLM, Dassault 3DEXPERIENCE, SolidWorks PDM
  • ERP und StücklistenSAP S/4HANA, SAP PP, proALPHA, Microsoft Dynamics 365 Business Central
  • Anforderungen und ÄnderungenPolarion, Jira, Confluence, DOORS
  • Normen und BauteileNormenportale mit Schnittstelle, Herstellerdatenblätter, Distributorenportale, Fileserver

Einwände

Was bei Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen besonders zählt

Die Einwände, die in Konstruktionsabteilungen zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Konstruktionsdaten sind das wertvollste Geschäftsgeheimnis des Hauses. Deshalb gehen Modelle und Zeichnungen nicht in ein fremdes Chatfenster. Für Abläufe an Konstruktionsdaten wählen Sie die Betriebsart im Haus, auf Ihrer Hardware oder in Ihrem Rechenzentrum, oder EU-Server unter Auftragsverarbeitungsvertrag. Keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Das Datenflussblatt je Ablauf ist die angemessene Geheimhaltungsmaßnahme, die das Geschäftsgeheimnisgesetz verlangt.
  • Risikobeurteilung und Maschinenverordnung bleiben Ingenieurverantwortung. Ja, und daran ändert kein Ablauf etwas. Die Risikobeurteilung nach ISO 12100 und die Konformität nach der Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 bleiben beim benannten Ingenieur. Die Abläufe hier liefern Zuarbeit: welche Variante es schon gab, welche Norm sich geändert hat, welche Baugruppen betroffen sind. Jedes Ergebnis trägt Quelle und Datum, damit der Ingenieur es prüfen kann.
  • Patente und Arbeitnehmererfindungen bei generierten Vorschlägen. Die Abläufe hier erzeugen keine Konstruktionen, sie finden und vergleichen vorhandene. Der Variantenvergleich nennt, was in Ihrem Archiv steht, der Alternativenvorschlag nennt Katalogteile mit Datenblatt. Wo ein Ablauf etwas vorschlägt, ist der Mensch, der es prüft und übernimmt, derjenige, der entscheidet; die Fragen nach Erfindung und Schutzrecht stellen sich dadurch nicht anders als heute.
  • Produkthaftung für Konstruktionsfehler. Die Haftung liegt dort, wo die Freigabe liegt, und die bleibt beim Ingenieur. Was ein Ablauf zur Produkthaftung beiträgt, ist Dokumentation: Jeder Änderungsantrag hat eine vollständige Betroffenheitsliste, jede Normänderung einen Vermerk, wer sie wann bewertet hat. Das ist im Schadensfall belastbarer als eine Suche im Mailpostfach.
  • Unser Wissen steckt in Zeichnungen und Köpfen, nicht in Tabellen. Zeichnungen, Stücklisten, Prüfberichte und alte Angebote sind lesbar, auch als Scan. Die Analyse zeigt, wie viel davon der Ablauf verwerten kann und wo der Konstrukteur mit dreißig Jahren Erfahrung weiterhin schneller ist. Dort bauen wir nichts, das sagen wir dann auch.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Technische Daten aus Herstellerunterlagen in Menge kennen wir aus unseren Projekten. Für einen unabhängigen Händler für Industrie-Ersatzteile mit rund 50 Mitarbeitern haben wir Millionen Teile von 2.226 Herstellern in Salesforce bearbeitet: Herstellertexte mit Faktenanker recherchiert, elf Qualitätsprüfungen je Datensatz, bitgleiches Rollback, Rollout zehn Hersteller je Woche, 3,3 Millionen Seiten, Wochenbericht und Stoppschalter. Datenblätter lesen, Kennwerte vergleichen und Quellen festhalten ist dieselbe Arbeit wie die Suche nach einer Alternative für ein abgekündigtes Bauteil.

Was dort schiefging: Die ersten Texte nannten veraltete Konzernzugehörigkeiten von Herstellern, weil das Modell aus seinem Gedächtnis ergänzte. Seither gilt die Regel: Fakten nur mit Datum und Quelle. Für die Konstruktion heißt das: Kein Kennwert, keine Normfassung und keine Abkündigung ohne das Dokument, aus dem sie stammt, und ohne Datum, und was der Ablauf nicht belegen kann, steht als Lücke in der Vorlage, nicht als Wert.

Fallstudie: Produktdaten in Millionenmenge

Preise

Preise für Konstruktion und Entwicklungsabteilung

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Sonderanfragen gegen vorhandene Varianten prüfen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen CAD-Modelle, Zeichnungen und Lastenhefte durch eine KI laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft. Für Konstruktionsdaten bauen wir mit Modellen im Haus, auf Ihrer Hardware oder in Ihrem Rechenzentrum, oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag; keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Kundenlastenhefte unter Geheimhaltungsvereinbarung bleiben in der Betriebsart, die der Kunde zulässt. Welche Daten je Ablauf wohin fließen, steht unter Datensouveränität.

Ersetzt das unser PLM oder das Anforderungsmanagement?

Nein, es arbeitet hinein. Teamcenter, Windchill oder Polarion bleiben die führenden Systeme; die Abläufe lesen daraus und schreiben über die Schnittstellen zurück, die diese Systeme vorsehen. Die Handarbeit, die sie übernehmen, liegt an den Rändern: die Anfrage als Mail, das Lastenheft als PDF, die Normänderung im Portal, die Abkündigung im Postfach des Einkaufs. Wo eine Funktion Ihres PLM reicht, sagen wir das in der Analyse.

Wir haben fünf Konstrukteure, lohnt sich das?

Für die Konstruktion allein selten, das sagen wir offen; ein Umbau zum Festpreis rechnet sich meist ab etwa 50 Mitarbeitern im Haus und einem Archiv, in dem sich das Suchen lohnt. Trägt der Ablauf auch Vertrieb und Einkauf, etwa die Anfragenprüfung oder die Abkündigungen, sieht die Rechnung anders aus. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung.

Wer haftet, wenn der Variantenvergleich etwas übersieht?

Derselbe wie heute: der Ingenieur, der freigibt. Der Ablauf ersetzt keine Prüfung, er liefert die Treffer mit Quelle, Datum und den Abweichungen je Merkmal, und er sagt, wo er nichts gefunden hat. Im Parallelbetrieb prüft der Konstrukteur die ersten Wochen jeden Vergleich gegen seine eigene Suche; was der Ablauf übersieht, wird zur Regel, bis die Lücken seltener werden.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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