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Zielgruppe

Stand

Im Landhandel entscheidet die Erntezeit, und genau dann stapelt sich die Handarbeit an der Waage.

Eine Genossenschaft mit 400 Mitarbeitern, acht Erfassungsstellen und 2.500 liefernden Landwirten: Warenwirtschaft auf Dynamics 365, Waagen mit eigener Software, ein NIR-Gerät im Labor, Kontrakte als PDF in DocuWare und die Preisfixierungen in Excel. In den sechs Wochen der Ernte kommen 300 Anlieferungen am Tag über die Waage. Zu jedem Wiegeschein gehören eine Analyse, ein Kontrakt mit Restmenge und Qualitätsklauseln, die Abzüge für Feuchte und Besatz bestimmen. Eine Sachbearbeiterin sucht den Kontrakt, rechnet die Abzüge, tippt die Abrechnung und telefoniert, wenn der Landwirt auf drei Kontrakte gleichzeitig liefert. Im Winter holt sie nach, was im August liegen blieb. KI für Agrarhandel beginnt deshalb an der Waage, nicht im Chatfenster: Wiegeschein, Analyse und Kontrakt zusammenführen und der Sachbearbeiterin nur noch das vorlegen, was sie entscheiden muss.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Agrargenossenschaften und Landhändlern lohnen

Der Landhandel verdient an Marge und Logistik, nicht am Abtippen von Wiegescheinen. Alles, was zwischen Waage, Kontrakt und Abrechnung von Hand passiert, ist ein Kandidat. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Anlieferungen mit Kontrakten abgleichen und abrechnen

    Waagensoftware, NIR-Analysegerät, Warenwirtschaft, Dynamics 365, DocuWare

    An einer Erfassungsstelle kommen in der Ernte 300 Anlieferungen am Tag an, jede mit Wiegeschein, Analyse und einem oder mehreren Kontrakten. Der Ablauf liest Wiegeschein und Analysewerte, sucht die offenen Kontrakte des Landwirts, verteilt die Menge nach Ihren Regeln auf Kontrakte und Restmengen und rechnet Abzüge für Feuchte, Besatz und Hektolitergewicht nach den Kontraktklauseln. Er markiert, was nicht eindeutig ist: Überlieferung, Qualität unter Kontraktschwelle, Landwirt ohne offenen Kontrakt. Die Sachbearbeiterin bestätigt Stapel, nur die markierten Fälle schaut sie einzeln an. Abgerechnet wird, was sie freigibt.

  • Bestellungen der Landwirte erfassen und disponieren

    Telefonanlage, Exchange, Warenwirtschaft, Dynamics 365, Tourenplanung

    Vor der Aussaat und vor der Düngung bestellen 2.500 Landwirte innerhalb weniger Wochen: per Anruf beim Außendienst, per Mail an die Niederlassung, per WhatsApp an den Lagerleiter. Der Ablauf liest Mails und Gesprächsnotizen, erkennt Kunde, Artikel, Menge und Lieferwunsch, prüft Bestand und Preisliste und legt die Bestellung in der Warenwirtschaft als Entwurf an. Unklare Mengenangaben, abweichende Lieferadressen und Artikel ohne Bestand markiert er. Der Disponent sieht eine Liste statt dreißig Zettel und gibt die Bestellungen frei, bevor sie in die Tour gehen.

  • Nachweise für QS, GMP+ und Aufzeichnungspflichten zusammenstellen

    Warenwirtschaft, Laborsoftware, DocuWare, Excel, Zertifizierungsportale

    Vor jedem Audit sucht jemand zwei Wochen lang Belege zusammen: Lieferantenfreigaben, Analysen je Partie, Reinigungsnachweise der Lager, Rückstellmuster, Chargenverfolgung vom Landwirt bis zum Abnehmer. Der Ablauf liest Lieferdaten, Analysen und Lagerbuchungen, baut je Zertifizierung die geforderte Nachweiskette auf und markiert die Lücken: fehlende Analyse, Lieferant ohne gültige Freigabe, Partie ohne Lagerort. Die Qualitätsbeauftragte sieht vor dem Audit, was fehlt, statt es beim Audit zu erfahren. Was in die Akte geht, gibt sie frei.

  • Kontrakte mit Restmengen und Preisfixierungen überwachen

    Warenwirtschaft, SAP S/4HANA, Excel, Exchange, Kundenportal

    Eine Genossenschaft führt in der Saison 4.000 offene Kontrakte: Vorkontrakte, Prämienkontrakte, Lagerkontrakte mit Fixierungsfrist. Heute liegen die Restmengen in der Warenwirtschaft, die Fixierungen in einer Excel-Tabelle des Handelsleiters und die Erinnerungen im Kopf des Außendienstes. Das Werkzeug führt beides zusammen, zeigt je Landwirt Restmenge, Frist und offene Fixierung, bereitet Erinnerungen an den Landwirt als Entwurf vor und meldet dem Handelsleiter, welche Kontrakte in den nächsten zehn Tagen auslaufen. Fixiert wird, was Händler und Landwirt bestätigen.

  • Sicherheitsdatenblätter und Lieferantenzertifikate aktuell halten

    Warenwirtschaft, DocuWare, Herstellerportale, Lobster_data, Webshop

    Ein Landhandel mit 6.000 Betriebsmittel-Artikeln braucht zu jedem Pflanzenschutz- und Düngemittel ein gültiges Sicherheitsdatenblatt und zu jedem Futtermittellieferanten eine gültige Zertifizierung. Heute laufen die Dokumente per Mail ein und landen, wenn es gut geht, in DocuWare. Der Ablauf liest eingehende Datenblätter und Zertifikate, ordnet sie Artikel und Lieferant zu, vergleicht Version und Datum mit dem Bestand, markiert abgelaufene Zertifikate und Artikel ohne aktuelles Blatt und bereitet die Nachforderung beim Hersteller vor. Ausgetauscht wird ein Dokument erst, wenn die Produktverantwortliche es freigibt.

Systeme

Typische Systeme bei Agrargenossenschaften und Landhändlern

Warenwirtschaft und Waage sind das Rückgrat, Labor, Dokumentenablage und Excel liegen darum herum, und zum Landwirt geht es über Portal, Telefon und WhatsApp. Dazwischen entsteht die Handarbeit.

Systemvernetzung im Detail

  • Warenwirtschaft und ERPMicrosoft Dynamics 365, SAP S/4HANA, Warenwirtschaften für den Landhandel, Excel
  • Erfassung und LaborWaagensoftware der Erfassungsstellen, NIR-Analysegeräte, Laborsoftware, Probenverwaltung
  • Betriebsdaten der Landwirte365FarmNet, NEXT Farming, LAND-DATA, John Deere Operations Center
  • Dokumente und SchnittstellenDocuWare, Lobster_data, Herstellerportale, Zertifizierungsportale
  • KommunikationMicrosoft 365, Exchange, Telefonanlage, WhatsApp Business, Kundenportal
  • LogistikTourenplanung, Telematik der Fahrzeuge, Lagerverwaltung, Silosteuerung

Einwände

Was bei Agrargenossenschaften und Landhändlern besonders zählt

Die Einwände, die im Landhandel zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Rückverfolgbarkeit nach Futtermittelrecht und GMP+. Rückverfolgbarkeit ist eine Datenfrage, und genau dort arbeitet der Ablauf: Jede Partie, jede Analyse und jede Lagerbewegung bleibt in Ihrer Warenwirtschaft, der Ablauf verknüpft sie und protokolliert jede Zuordnung mit Quelle und Zeitpunkt. Was er nicht sicher zuordnen kann, markiert er, statt es zu raten. Das Auditprotokoll wird vollständiger, nicht dünner.
  • Aufzeichnungspflichten nach Düngeverordnung und Pflanzenschutzrecht. Die Aufzeichnungspflicht liegt beim Landwirt, die Nachweise für den Handel bei Ihnen: Sachkundenachweis des Käufers, Abgabedokumentation, Lagerbedingungen. Der Ablauf prüft beim Erfassen der Bestellung, ob der Nachweis vorliegt und gültig ist, und hält die Abgabe fest. Ob ein Mittel abgegeben wird, entscheidet weiterhin Ihr Mitarbeiter.
  • Gefahrgut nach ADR bei Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln. Gefahrgutklasse, Verpackungsgruppe und Mengenschwellen stehen im Sicherheitsdatenblatt und in Ihrem Artikelstamm. Der Ablauf gleicht beides ab, markiert Artikel mit fehlender oder widersprüchlicher Einstufung und bereitet die Beförderungspapiere vor. Der Gefahrgutbeauftragte prüft, was markiert ist, und bleibt verantwortlich.
  • Gremien und Mitglieder entscheiden langsam. Deshalb fangen wir mit einem Ablauf an, nicht mit einem Programm. Die Analyse liefert dem Vorstand drei Tage später ein Dokument mit Zahlen aus Ihrem Betrieb, über das der Aufsichtsrat entscheiden kann. Nach jeder Stufe wird neu entschieden, und der erste Ablauf läuft im Parallelbetrieb, bevor jemand sich an etwas binden muss.
  • In der Ernte darf nichts umgestellt werden. Richtig. Umbau und Parallelbetrieb legen wir in die Monate zwischen Frühjahrsgeschäft und Ernte oder in den Winter; die Ernte ist der Test, nicht die Baustelle. Die Analyse kann jederzeit laufen, weil sie Ihre Daten liest, aber nichts verändert.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Den Kern der hier beschriebenen Abläufe, nämlich große Bestände aus mehreren Quellen zusammenführen, prüfen und nur Abweichungen vorlegen, kennen wir aus dem Handel: Für einen unabhängigen Händler für Industrie-Ersatzteile mit rund 50 Mitarbeitern haben wir Millionen Teile von 2.226 Herstellern in Salesforce bearbeitet, mit elf Qualitätsprüfungen je Datensatz, bitgleichem Rollback und einem Rollout von zehn Herstellern je Woche. Ein Wochenbericht und ein Stoppschalter gehörten von Anfang an dazu. Der Ablauf senkte die Salesforce-Abfragen um 71 Prozent, weil er nur noch las, was er brauchte.

Was dort schiefging: Die ersten Texte nannten Konzernzugehörigkeiten, die nicht mehr stimmten, seitdem gilt die Regel, dass jede Angabe Datum und Quelle trägt. Und eine Prüfung auf Umlaute fehlte in der ersten Woche. Auf den Landhandel übersetzt: Ein Sicherheitsdatenblatt gilt nur mit Versionsdatum und Herkunft, eine Kontraktzuordnung nur mit dem Wiegeschein, aus dem sie stammt, und die Prüfschritte stehen vor dem ersten Erntetag fest, nicht danach.

Fallstudie: Produktdaten in Millionenmenge

Preise

Preise für Agrargenossenschaften und Landhandel

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Anlieferungen mit Kontrakten abgleichen und abrechnen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Agrargenossenschaften und Landhändlern

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Kontrakte, Preise und Betriebsdaten der Landwirte durch eine KI laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft, und das vertraglich geregelt ist. Kontraktpreise und Lieferdaten einzelner Landwirte sind Geschäftsgeheimnisse und personenbezogene Daten zugleich; dafür bauen wir mit Modellen im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Welche Daten je Ablauf wohin fließen, steht unter Datensouveränität.

Ersetzt das unsere Warenwirtschaft oder die Waagensoftware?

Nein. Waage, Labor und Warenwirtschaft bleiben, was sie sind; der Ablauf liest aus ihnen und schreibt dort hinein, wo die Warenwirtschaft es vorsieht, über Schnittstellen und Importformate. Was zwischen den Systemen heute von Hand läuft, nämlich suchen, vergleichen, verteilen, nachfragen, übernimmt er. Wo Ihr Warenwirtschaftsanbieter dasselbe als Modul anbietet, sagen wir das in der Analyse.

Was passiert mit einer Genossenschaft mit 30 Mitarbeitern?

Unter etwa 50 Mitarbeitern und einer Erfassungsstelle rechnet sich ein Umbau zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Für kleinere Häuser lohnt sich der Weg über die Hauptgenossenschaft, eine Kooperation mehrerer Primärgenossenschaften oder den Verbund, der denselben Ablauf für mehrere Standorte betreibt. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung.

Wie viel Zeit kostet das unsere Leute, und wann im Jahr?

Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen: eine Sachbearbeiterin aus der Erfassung, jemand aus dem Handel, der Qualitätsbeauftragte. Der Umbau braucht einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben, keine Projektgruppe. Umbau und Parallelbetrieb legen wir außerhalb von Ernte und Frühjahrsgeschäft; die erste Saison läuft der Ablauf mit, und die Sachbearbeiterin prüft anfangs jede Zuordnung, danach nur noch die markierten.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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