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Zielgruppe

Stand

Im Krankenhaus liegt der Arztbrief zwei Wochen im Diktat, und die MD-Anfrage hat drei Tage Frist.

Ein Haus der Regelversorgung mit 450 Betten und 1.400 Beschäftigten: ORBIS als Krankenhausinformationssystem, SAP für Abrechnung und Einkauf, ID DIACOS im Medizincontrolling, ein Archivsystem für Altakten und ein Diktatsystem, dessen Warteschlange am Montag 300 Briefe lang ist. Der Stationsarzt schreibt den Entlassbrief aus Aufnahmebefund, Verlauf, Konsilen und Laborwerten, die alle im System stehen, aber in sechs Masken. Im Medizincontrolling liegen 40 Prüfanfragen des Medizinischen Dienstes mit Frist, für jede sucht eine Kodierfachkraft die Unterlagen zusammen und schreibt die Stellungnahme zur Verweildauer. Das Patientenmanagement beantwortet dieselben Fragen zu Aufnahme, Unterlagen und Rechnungen hundertfach. KI für Krankenhäuser beginnt deshalb nicht in der Diagnostik, sondern in der Dokumentation: zusammentragen, vorformulieren, vorlegen, und der Arzt gibt frei.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Krankenhäusern und Klinikverbünden lohnen

Die Arbeit des Krankenhauses ist die Behandlung. Was sie dokumentiert, abrechnet und verteidigt, bindet Ärzte und Fachkräfte am Schreibtisch. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Arztbriefe und Entlassbriefe vorformulieren

    ORBIS, SAP IS-H und i.s.h.med, medico, Diktatsystem, Laborsystem

    Ein Haus mit 20.000 stationären Fällen im Jahr schreibt ebenso viele Entlassbriefe, jeden aus Aufnahmebefund, Verlaufsnotizen, OP-Bericht, Konsilen, Labor und Medikation. Der Ablauf liest die Dokumentation des Falls aus dem Krankenhausinformationssystem, ordnet sie der Briefgliederung der Abteilung zu, übernimmt Diagnosen, Prozeduren und Medikation mit Datum und schreibt den Entwurf in der Sprache des Hauses. Was im System fehlt, etwa der ausstehende Histologiebefund, markiert er als offen. Der Stationsarzt liest, ergänzt Beurteilung und Empfehlung und gibt frei. Der Brief geht am Entlasstag mit, nicht zwei Wochen später.

  • MD-Prüfanfragen beantworten

    ID DIACOS, 3M Kodip, ORBIS, Archivsystem, Postfach des Medizincontrollings

    40 Prüfanfragen des Medizinischen Dienstes je Monat, jede mit Frist und Fragestellung: Verweildauer, Nebendiagnose, Beatmungsstunden. Der Ablauf liest die Anfrage, zieht aus Fallakte, Pflegedokumentation und Kodierung die Belegstellen, die zur Fragestellung passen, stellt die Unterlagen in der Reihenfolge des Prüfkatalogs zusammen und schreibt die Stellungnahme als Entwurf mit Verweis auf jede Fundstelle. Fälle ohne tragfähige Belege markiert er früh, damit das Haus entscheiden kann, ob es den Fall verteidigt. Die Kodierfachkraft prüft, der Medizincontroller unterschreibt, die Frist wird gehalten.

  • Kodierung aus der Dokumentation vorbereiten

    ID DIACOS, 3M Kodip, ORBIS, medico, Grouper

    Bei 20.000 Fällen prüft eine Kodierfachkraft jeden Fall auf Diagnosen und Prozeduren, die in Arztbrief, OP-Bericht und Pflegedokumentation stehen, aber nicht kodiert sind. Der Ablauf liest die Dokumentation, schlägt Haupt- und Nebendiagnosen sowie Prozeduren mit Fundstelle vor, prüft gegen die Kodierrichtlinien des Jahres und markiert Widersprüche: eine dokumentierte Sepsis ohne passende Laborwerte, eine Beatmungsdauer, die zwischen Intensivkurve und Brief abweicht. Die Kodierfachkraft übernimmt, verwirft oder fragt auf der Station nach. Kodiert wird, was sie bestätigt; der Ablauf liefert die Liste, nicht die Entscheidung.

  • Patientenanfragen und Beschwerden sortieren und beantworten

    Sammelpostfächer, Telefonnotizen, ORBIS, SAP, Beschwerdemanagement

    Das Patientenmanagement bekommt täglich hunderte Anfragen zu Terminen, Aufnahmeunterlagen, Kopien der Akte, Rechnungen und Wahlleistungen, dazu Beschwerden über Wartezeit, Essen und Ton. Der Ablauf liest jede Nachricht, erkennt Anliegen und Abteilung, legt den Vorgang beim zuständigen Team an und bereitet die Antwort als Entwurf vor: Checkliste zur Aufnahme, Weg zur Aktenkopie, Erklärung einer Rechnungsposition. Beschwerden ordnet er nach Ihren Kategorien, leitet sie an die Abteilung und bereitet die Rückmeldung an den Patienten vor. Medizinische Fragen beantwortet er nicht, sondern leitet sie weiter. Gesendet wird nach Freigabe.

  • Bewerbungen für Pflege und Ärzte bearbeiten

    Bewerbermanagement, Stellenportale, Microsoft 365, Dienstplanprogramm, Personalabteilung

    Ein Haus mit 1.400 Beschäftigten erhält im Jahr tausende Bewerbungen für Pflege, Ärzte und Funktionsdienst, über Portale, per Mail und als Initiativbewerbung. Der Ablauf liest Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse, ordnet die Bewerbung der passenden Stelle oder Station zu, prüft formale Voraussetzungen wie Berufserlaubnis und Anerkennung, legt den Vorgang im Bewerbermanagement an und schreibt die Eingangsbestätigung. Terminvorschläge für Vorstellungsgespräche gleicht er mit den Kalendern der Stationsleitungen ab. Eine Rangfolge der Bewerber erstellt er nicht; wer eingeladen wird, entscheidet die Pflegedirektion oder der Chefarzt.

Systeme

Typische Systeme bei Krankenhäusern und Klinikverbünden

Das Krankenhausinformationssystem ist die Mitte, aber Kodierung, Archiv, Diktat, Abrechnung und Postfächer liegen daneben. Jeder Brief und jede Stellungnahme wird aus mehreren Systemen von Hand zusammengetragen.

Systemvernetzung im Detail

  • KrankenhausinformationssystemeORBIS, SAP IS-H und i.s.h.med, medico, NEXUS / KIS, iMedOne, M-KIS
  • Medizincontrolling und KodierungID DIACOS, 3M Kodip, Grouper, MD-Portale
  • Archiv und DokumenteHYDMedia, Pegasos, Diktatsysteme, Scanstrecken
  • Verwaltung und AbrechnungSAP, Microsoft 365, Bewerbermanagement, Dienstplanprogramme
  • KommunikationSammelpostfächer, Patientenportale, KIM, Telefonnotizen
  • Qualität und MeldungenQualitätsberichte, IQTIG-Meldungen, Beschwerdemanagement, Landesbehörden

Einwände

Was bei Krankenhäusern und Klinikverbünden besonders zählt

Die Einwände, die Geschäftsführung, Medizincontrolling und Datenschutz im Krankenhaus zuerst nennen, und unsere Antwort darauf.

  • Patientendaten sind Gesundheitsdaten und unterliegen der Schweigepflicht. Deshalb ist die Betriebsart im Haus für Krankenhäuser der Normalfall: Das Modell läuft auf Ihren Servern oder im Rechenzentrum Ihres Verbunds, kein Datensatz verlässt das Netz, nichts trainiert ein fremdes Modell. Als Dienstleister verpflichten wir uns nach § 203 Absatz 4 StGB schriftlich zur Verschwiegenheit. Welche Daten je Ablauf gelesen werden, steht in der Beschreibung für Ihren Datenschutzbeauftragten.
  • Software mit medizinischem Zweck ist ein Medizinprodukt. Das ist richtig, und die Grenze ziehen wir vor dem Bau: Unsere Abläufe stellen Dokumentation zusammen, formulieren Entwürfe und schlagen Kodierungen mit Fundstelle vor. Sie geben keine diagnostische oder therapeutische Aussage ab und treffen keine Behandlungsentscheidung. Was in diese Nähe käme, bauen wir nicht; die Grenze steht schriftlich in der Analyse, damit Ihr Medizinproduktebeauftragter sie prüfen kann.
  • Der Arzt verantwortet den Brief, auch wenn ein System ihn vorformuliert. So bleibt es. Der Ablauf schreibt einen Entwurf, in dem jede Aussage auf eine Fundstelle in der Dokumentation zeigt, und markiert, was er nicht belegen kann. Der Arzt liest, ändert und gibt frei; erst dann ist es ein Brief. Das Protokoll zeigt, was der Entwurf enthielt und was der Arzt geändert hat. Das ist mehr Nachvollziehbarkeit als ein Diktat aus dem Gedächtnis.
  • IT-Sicherheit nach Stand der Technik, KRITIS und die Vorgaben der Landeskrankenhausgesetze. Der Ablauf läuft als eigener Dienst in Ihrem Netz, mit den Zugängen, die Ihre IT vergibt, und dem Protokoll, das Ihr Sicherheitsbeauftragter sehen will. Er schreibt nur über die Schnittstellen, die das Krankenhausinformationssystem vorsieht, nicht in dessen Datenbank. Die Dokumentation ist so gehalten, dass sie in Ihr Sicherheitskonzept und in die Prüfung durch den Verbund passt.
  • Vergaberecht, Mitarbeitervertretung und Fördertatbestände. Analyse und Umbau sind Festpreise mit Leistungsbeschreibung, was die Vergabe erleichtert. Der Ablauf misst keine Leistung einzelner Beschäftigter; was er speichert und wer es sieht, legen wir für Betriebsrat oder Mitarbeitervertretung vor dem Bau offen. Ob ein Vorhaben zu einem Fördertatbestand passt, prüfen wir in der Analyse, versprechen aber keine Förderung.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Das Lesen eines großen Dokumentenbestands gegen ein Regelwerk mit Fundstelle kennen wir aus unseren Projekten: Bei einem börsennotierten Hersteller von Brennstoffzellen mit rund 400 Mitarbeitern liest ein Ablauf den gesamten Textbestand über zehn Live-Domains und elf Sprachen, markiert Umweltaussagen nach einer EU-Richtlinie mit Fundort und Einstufung, liefert ein Werkzeug für den Handlungsbedarf je Seite und formuliert nach Redaktionsleitfaden um. Jede Stelle gibt ein Mensch frei. Das ist die Mechanik einer MD-Stellungnahme: Fragestellung, Fundstellen, Einstufung, Entwurf, Freigabe.

Was dort schiefging, gehört dazu: Die erste Einstufung war zu streng und meldete zu viele Treffer, das Regelwerk wurde nachgeschärft; die Übersetzungen brauchten zwei Runden, weil Fachbegriffe doppelt belegt waren. Für ein Krankenhaus heißt das: Kodiervorschläge werden in den ersten Wochen mit der Kodierfachkraft kalibriert, bis die Liste kurz und treffend ist, und die Fachsprache jeder Abteilung wird vor dem ersten Brief als Wörterbuch hinterlegt.

Fallstudie: Regeltexte über zehn Domains

Preise

Preise für Krankenhäuser und Klinikverbünde

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Arztbriefe und Entlassbriefe vorformulieren" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Krankenhäusern und Klinikverbünden

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Patientendaten durch ein KI-Modell laufen?

Im Krankenhaus bauen wir in der Regel mit der Betriebsart im Haus: Das Modell läuft auf Ihren Servern oder im Rechenzentrum des Verbunds, keine Patientendaten verlassen Ihr Netz, nichts trainiert ein fremdes Modell. Wo ein Verbund ein EU-Rechenzentrum unter Auftragsverarbeitungsvertrag nutzt, geht auch das. Die Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Absatz 4 StGB unterschreiben wir. Welche Daten je Ablauf gelesen werden, steht unter Datensouveränität.

Ersetzt das ORBIS, medico oder die Kodiersoftware?

Nein. Das Krankenhausinformationssystem bleibt führend, die Kodiersoftware bleibt das Werkzeug der Kodierfachkraft. Unsere Abläufe arbeiten davor und dazwischen: Sie tragen aus mehreren Masken und Systemen zusammen, formulieren Entwürfe und schlagen vor, was die Fachsoftware dann aufnimmt. Wo ein Modul des Herstellers, etwa eine Briefschreibung oder ein Kodierassistent, reicht, sagen wir das in der Analyse.

Was kostet das Haus an interner Zeit?

Die Analyse dauert drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen: ein Stationsarzt, eine Kodierfachkraft, jemand aus dem Patientenmanagement, die IT für Schnittstellen und Datenschutz. Der Umbau braucht einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben. Die Einführung läuft je Abteilung im Parallelbetrieb: Die ersten fünfzig Briefe werden vollständig gegengelesen, danach prüft der Arzt wie bisher seinen Brief, nur ohne ihn zu diktieren.

Lohnt sich das für ein Haus mit 120 Betten?

Für ein einzelnes kleines Haus selten, das sagen wir offen. Die Menge entsteht im Verbund: Mehrere Häuser mit demselben Krankenhausinformationssystem und einem zentralen Medizincontrolling können einen Ablauf gemeinsam betreiben, und dann rechnet er sich auch für das kleinste. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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